Coca-Cola in einem Supermarkt in Myanmar: Die Aktie des Brauseherstellers ist mit 0,8 Prozent Gewichtung die größte Position im JPM Global Income. Die Dividendenrendite liegt bei etwa 3 Prozent. | © Getty Images Foto: Getty Images

Scope rechnet nach

Income-Mischfonds laufen überdurchschnittlich

Wenn schon einen Mischfonds kaufen, dann am besten einen mit sogenanntem Income-Charakter. So könnte die Botschaft einer aktuellen Analyse des Rating-Hauses Scope lauten. Denn in den vergangenen fünf Jahren hätten Income-Mischfonds höhere Renditen als normale Mischfonds (neudeutsch: Multi-Asset) eingefahren, heißt es, und dabei auch noch geringer geschwankt.

Zum Hintergrund: Der Begriff Income steht dafür, dass Anleger hohe laufende Einkünfte erzielen sollen. Bewerkstelligen sollen das Portfoliopositionen, die ansehnliche Dividenden, Zinsen oder andere Einnahmen bescheren. Die Manager normaler Mischfonds können im Gegensatz dazu ihren Schwerpunkt darin legen, Kursgewinne einzufahren. Income-Fonds gelten als eine Antwort auf das schon seit Jahren existierende Niedrigzinsumfeld.

Für die Studie haben die Scope-Analysten in der hauseigenen Datenbank die Mischfondskategorien „Multi-Asset Global Ausgewogen“ (17 Income-Fonds), „... Flexibel“ (21) und „... Konservativ“ (8) ausgewertet. Insgesamt zählt Scope 336 ausgewogene, 766 flexible und 278 konservative Mischfonds. Und siehe da: Die Income-Fonds schlugen sich überdurchschnittlich gut.

Am besten lief es für die flexiblen Fonds. Hier liegen die Income-Produkte über fünf Jahre im Schnitt mit 3,2 Prozentpunkte pro Jahr vor der herkömmlichen Konkurrenz. Bei den Konservativen beträgt der Vorsprung 2,0 Prozentpunkte im Jahr, und bei den ausgewogenen immerhin 1,5 Prozentpunkte.

Auf der Suche nach den Gründen stoßen die Analysten in erster Linie auf Hochzinsanleihen (High Yield Bonds) und Anleihen aus Schwellenländern. Income-Fondsmanager hätten bei diesen Papieren rechtzeitig zugegriffen, um die überdurchschnittlichen Zinsen abzugreifen. Nun spielte die jüngste Rally ihnen auch kurstechnisch in die Hände. Denn als im vergangenen Frühjahr auch in den USA die Zinsen wieder nach unten drehten, flohen Anleger in die genannten Anleiheklassen und trieben dort die Kurse.

Entsprechend gut schneiden die Fonds bei den Ratings ab. Von den 15 größten Income-Fonds hat Scope elf bewertet – acht davon mit einer Spitzennote (also: A oder B). Laut Scope ist das eine außergewöhnlich hohe Konzentration von Top-Ratings.

Die Tabelle zeigt die genannten Groß-Income-Fonds im Überblick nebst einigen Kennzahlen und dem aktuellen Rating.

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