Scope: Trübe Aussichten für Immofonds

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Offene Immobilienfonds dürften in diesem Jahr geringere Renditen erzielen als 2007. Das geht aus einer aktuellen Studie der Rating-Agentur Scope Analysis hervor. Demnach werde die durchschnittliche Rendite der Fonds von aktuell 5,4 Prozent auf bis zu 4,5 Prozent fallen.

„Die Anlageklasse Immobilie befindet sich nach dem Boom-Jahr 2007 im Übergang zu einer deutlich schwierigeren Marktphase“, erklärt Scope-Analystin Sonja Knorr. „Die hohen Renditen im vorigen Jahr wurden durch Sondereffekte erzeugt und lassen sich nicht in die Zukunft fortschreiben.“ Denn große Paketverkäufe seien in diesem Jahr nicht wieder zu erwarten.

„Außerdem sinken die Mieterträge, wenn der Markt langfristig schwächelt und Immobilien zur Neuvermietung anstehen“, so Knorr weiter. Ein weiteres Problem stellen hohe Cash-Quoten dar: Den Fonds flossen im ersten Quartal dieses Jahres insgesamt 3,1 Milliarden Euro zu, fast halb so viel wie im ganzen Vorjahr. Knorr: „Die steigende Liquidität verwässert entweder die Fondsrendite oder birgt die Gefahr schneller Investitionsentscheidungen auf Kosten der Qualität.“

Die aktuelle Qualität der Portfolios bewertet Scope kritisch: Die Hälfte der Fonds mit Scope-Rating hat sich gegenüber ihrer Vorjahresnote verschlechtert. Verbessern konnte sich nur jeder Vierte. Die Bauhaus-Gesellschaft für immobilienwirtschaftliche Forschung untersuchte im Auftrag von Scope insgesamt 28 offene Immobilienfonds für Privatanleger mit Vertriebszulassung in Deutschland, die mindestens ein volles Geschäftsjahr am Markt sind. 

Bester Europa-Fonds ist demnach der Interselect (WKN: 980142) der Westinvest. Die Schwestergesellschaft der Deka Immobilien managt mit dem Westinvest 1 (WKN: 980140) auch den besten Deutschland-Fonds. Der TMW Immobilien Weltfonds (WKN: A0DJ32) ist der Spitzenreiter unter den weltweit anlegenden Produkten.

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