SEB Immoinvest soll noch 2011 wieder öffnen

SEB Immoinvest soll noch 2011 wieder öffnen

Die SEB hat heute die Schließungsfrist für den SEB Immoinvest um ein weiteres Jahr bis zum 5. Mai 2012 verlängert. Nach Vorstellung des Managements sollen Anleger jedoch bereits im Laufe dieses Jahres ihre Anteile wieder zurückgeben können.

Die dafür nötige Liquidität soll in den kommenden Monaten durch weitere Immobilienverkäufe sichergestellt werden.

"In den vergangenen 12 Monaten haben wir fünf Objekte zu sehr guten Preisen veräußert, vier davon allein in diesem Jahr", so Barbara Knoflach, Vorstandsvorsitzende der SEB Asset Management AG in einer Mitteilung der Gesellschaft.

"Unser wichtigstes Ziel bleibt die langfristige Wertstabilität des Portfolios und damit das konservative Rendite-Risikoprofil des Fonds. Darauf können sich unsere Anleger verlassen."

Rückblick: Schäuble-Effekt und Petition 

Zum ersten Mal wurde die Anteilscheinrücknahme beim SEB Immoinvest Ende Oktober 2008 ausgesetzt, weil er der gesetzlich vorgeschriebene Mindestliquiditätsquote von 5 Prozent bedenklich nahe kam.

Sieben Monate später, am 29. Mai 2009, machte der Immobilienfonds wieder auf. Zu diesem Zeitpunkt standen dem Fondsmanagement über 1,1 Milliarden Euro liquide Mittel zur Verfügung.

Nach der Wiedereröffnung gaben verkaufswillige Anleger recht zügig Anteilsscheine im Wert von 400 Millionen Euro zurück. Blieb noch ein Polster von 700 Millionen mit dem die SEB in den Folgemonaten weitere Objekte hinzukaufte.

Am 6. Mai 2010 sorgt dann der Schäuble-Effekt für eine abermalige Schließung des SEB Immoinvest. Der seiner Zeit vorgelegte Diskussionsentwurf des Finanzministeriums zur Regulierung offener Immobilienfonds machte die Investoren nervös, Immobilienfondsanteile wurden massiv verkauft.

SEB startete eine Petition gegen die Regulierungspläne, die jedoch erfolglos blieb.

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