Mats J. Andersson

Mats J. Andersson

"Selbst Frankreich-Downgrade würde Märkte nicht mehr schocken"

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„Nach den Turbulenzen der letzten Wochen, ist das Schlimmste überstanden“, sagt Andersson, der Manager des Nordea 1 - Nordic Equity Small Cap Fund (WKN A0LGUG). Dies stelle zum ersten Mal nach zwei Jahren wieder eine positive Entwicklung für den Gesamtmarkt dar.

Als vielversprechende Perspektive schätzt Andersson die Small Caps in Nordeuropa ein. Seine Begründung: Die Unternehmen dort hätten ein stabiles Bankensystem, wären von der US-Immobilienkrise nicht betroffen und hätten außerdem mit den Vorkommnissen in Südeuropa nichts am Hut. Nordeuropa könne sich natürlich nicht vom Rest der Welt isolieren. Es sei durchaus möglich, dass die Unternehmen 15 bis 25 Prozent weniger Umsatz machen, aber nicht 45 bis 50 Prozent, wie es in der letzten Zeit vielfach einkalkuliert werde, so der Experte

Die Wirtschaft werde nicht in ein schwarzes Loch fallen. Ganz im Gegenteil, meint Andersson. Sie werde auf lange Sicht wieder auf die Beine kommen. Im Sommer hat der Fondsmanager Cash-Positionen aufgebaut, um nun am Markt ordentlich Geld auszugeben.
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Eines der Top-Unternehmen ist nach Einschätzung des Managers momentan Husqvarna aus Schweden, ein Produzent von Kettensägen und Rasenmähern. Das Unternehmen ist laut Andersson „ein Turnaround-Kandidat mit einer starken Marktstellung und geringer Verschuldung“. Zudem bezeichnet Andersson es als nutzbringend, dass Husqvarna sich auf den US-Markt ausrichtet, denn „von den entwickelten Ländern mit Problemen werden die USA die ersten sein, die die Wende schaffen“.

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