Themen-Experte
Megatrends

ANZEIGE

Themen-Experte
Megatrends

ANZEIGE
Disney-Schauspieler Pedro Pascal („The Mandalorian“) Foto: imago images / ZUMA Press
ANZEIGE

Robotisierung und Automatisierung schafft Freiräume

Selbstverwirklichung wird zum Wachstumsthema

Alice de Lamaze, Managerin des Pictet-Human

Welche Bedürfnisse spielen für den Menschen eine Rolle – und was treibt sie eigentlich an? Mit dieser Frage beschäftigte sich der US-Psychologe Abraham Maslow Mitte des 20. Jahrhunderts und entwickelte das anschauliche Modell einer Bedürfnispyramide: Elementar sind diesem Konzept zufolge zunächst die physiologischen Grundbedürfnisse, die das Überleben sichern – etwa Nahrung, Schlaf und ein Dach über dem Kopf. Sind diese befriedigt, kommt das Sicherheitsbedürfnis ins Spiel – beispielsweise in Form einer materiellen Absicherung.

Fühlt sich der Mensch auch hier zufriedengestellt, strebt er die Befriedigung sozialer Bedürfnisse an und kümmert sich darum, sozialen Austausch zu pflegen und sich einen Platz in einer sozialen Gruppe zu sichern. Eine Stufe darüber stehen die Individualbedürfnisse wie zum Beispiel der Wunsch nach Unabhängigkeit und Erfolg. Sind auch diese Bedürfnisse weitestgehend abgedeckt, streben die Menschen in der Regel ein weiteres Ziel an: Die Selbstverwirklichung. Dazu zählt beispielsweise ein Jobwechsel entsprechend der Talente, auch wenn dies mit einem Gehaltsverzicht einhergeht.

Robotisierung und Automatisierung schaffen Freiraum für die Selbstverwirklichung

An der Spitze der Bedürfnispyramide steht die Selbstverwirklichung, die unseren Analysen zufolge unter anderen wegen der sozialen Folgen der Robotisierung und Automatisierung in Form größerer Freiräume für die Selbstentfaltung zunehmend an Bedeutung gewinnt. Das bietet überdurchschnittliche Wachstumschancen für Unternehmen, deren Geschäftsmodell vom Trend zur Selbstverwirklichung profitiert. Dazu zählen wir die drei Themenfelder Lernen, Betreuung und soziale Unterstützung sowie Freizeit (mit Genuss und Unterhaltung), die unter Berücksichtigung unserer Ausschlusskriterien weltweit optimal von rund 220 Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von insgesamt rund 1,9 Billionen US-Dollar abgedeckt werden. So zählen wir etwa Fastfood-Restaurantketten nicht zum Anlageuniversum, da sie schädliches Verhalten fördern, zudem schließen wir Unternehmen aus, die die individuelle Entscheidungsfindung behindern (beispielsweise über aggressive Werbung) oder nicht auf emotionalen Komfort ausgerichtet sind, was beispielsweise auf Versicherungen zutrifft.

Anlagethema 1: Lernen
Menschen, die ein erfülltes Leben führen wollen, möchten sich weiterbilden in den Bereichen, die sie besonders interessieren – sei es beruflich oder privat. Zu diesem Anlagethema zählen wir Unternehmen mit einer aktuellen Marktkapitalisierung von rund 483 Milliarden US-Dollar, deren Wachstum sich bis zum Jahr 2023 auf rund 12 Prozent belaufen dürfte. Dabei setzen wir – wie bei allen Pictet-Themenfonds – bevorzugt auf Pure Play-Unternehmen anstelle von Großkonzernen. Dazu zählen wir beispielsweise Unternehmen aus den Bereichen frühkindliche Bildung, berufliche Entwicklung und Bildungsmedien.

Anlagethema 2: Betreuung und soziale Unterstützung
Als zweites großes Anlagethema rund um die Selbstverwirklichung des Menschen sehen wir den Bereich Betreuung und Soziales. Dazu kann die Unterstützung von Freunden ebenso gehören wie die Betreuung Angehöriger, das Halten eines Haustiers oder das Finden eines Partners. Zu diesem Anlagesegment mit einer Marktkapitalisierung von rund 328 Milliarden US-Dollar zählen wir beispielsweise Anbieter von Dating-Plattformen und Betreiber von Seniorenheimen, Dienstleister für Haustierfutter und häusliche Gesundheitsdienste. Im Schnitt rechnen wir bei diesen Unternehmen bis 2023 mit einem Wachstum von 11 Prozent.

Anlagethema 3: Freizeit (Genuss und Unterhaltung)
Als drittes und mit rund 1,07 Billionen US-Dollar Marktkapitalisierung besonders relevantes Thema betrachten wir den Bereich Freizeit, in dem Genuss und Unterhaltung im Mittelpunkt stehen. Dazu rechnen wir Unternehmen, die in den Bereichen Reisen, Kulinarik, Kultur und Unterhaltung tätig sind – etwa Erlebnishotel-Ketten, Streaming-Dienste, Catering-Anbieter oder Online-Buchungsportale. Innerhalb dieses Segments liegen unsere Wachstumsprognosen bis 2023 bei etwa 7 Prozent.

Corona-Pandemie befeuert die Anlagetrends zusätzlich

Abgesehen vom Konzept der Maslowschen Bedürfnispyramide untermauert auch die Entwicklung des Miteinanders in der Corona-Pandemie die Attraktivität dieser drei Anlagethemen: So haben die rund um die Welt verhängten Lockdowns beispielsweise dazu geführt, dass das Interesse am digitalen Lernen weltweit massiv gestiegen ist, was sich unter anderem positiv auf Anbieter digitaler Nachhilfe positiv auswirkt. Auch der Besitz von Haustieren nahm rapide zu, wovon beispielsweise Tiernahrungshersteller profitieren. Diese Trends bilden wir mit dem 35 bis 50 Titeln umfassenden globalen Portfolio des Pictet-Human Fonds (ISIN: LU2247920007) ab, zu dem aktuell unter anderem Disney, der Dating-Plattformbetreiber Match Group und der niederländische Lieferdienst Just Eat Takeaway gehören.

Mehr zum Thema