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Gerhard Schick ist ehemaliger finanzpolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen. 2018 gründete er den Verein „Bürgerbewegung Finanzwende“. | © Bündnis 90/Die Grünen Foto: Bündnis 90/Die Grünen

Seminare für Studenten

„Bürgerbewegung Finanzwende“ greift MLP an

Der Verein „Bürgerbewegung Finanzwende“ um Grünen-Politiker Gerhard Schick warnt Studierende in einem Schreiben vor MLP. Über die Hochschulinitiative Deutschland lade der Finanzdienstleister zu Workshops und Seminaren ein, „die letztlich der Kontaktanbahnung und damit dem Verkauf von MLP dienen“, heißt es in einer Mitteilung des Vereins.

„Unter dem Deckmantel eines laut Satzung gemeinnützigen Vereins will MLP vor allem eins: Adressen von potenziellen Neukunden, die später einmal gutes Geld verdienen“, sagt Lena Blanken, Leiterin Kampagnen bei Finanzwende. Unter Studenten vertreibe das Unternehmen etwa eine Kombination aus Berufsunfähigkeitsversicherung und Rürup-Rente, die mit automatischen Beitragssteigerungen und hohen Kosten ein schlechtes Geschäft für junge Menschen sei.

Der Verein Hochschulinitiative Deutschland bietet kostenlose Seminare für Studenten zu verschiedenen Themen an, die dann bestimmte Partner durchführen. Darunter sind neben MLP laut Website auch Flixbus und My Muesli. „MLP muss die gesamte Kooperation mit der Hochschulinitiative Deutschland sofort aufgeben“, fordert Finanzwende.

Der Finanzdienstleister hält dagegen: Insbesondere bei Finanzthemen sei das Interesse von Studenten an Workshops groß. „Keiner der Teilnehmer unserer Seminare wird in irgendeiner Form dazu gedrängt, mit uns geschäftlich zusammenzuarbeiten“, heißt es in einer Stellungnahme. MLP sei nicht das einzige Unternehmen aus der Branche, das Kontakt zu Studierenden suche.

„Sowohl in den Datenschutzbestimmungen als auch in der Bestätigungsmail wird deutlich gemacht, dass MLP den Workshop durchführt“, schreibt der Finanzdienstleister. Die Teilnehmer könnten anschließend angeben, ob MLP sie erneut kontaktieren darf. Das Interesse an Informationen, etwa zur Altersvorsorge, sei groß.

„Die Bürgerbewegung Finanzwende unterstellt in ihrer Diktion offensichtlich, dass Vorsorge-Produkte keinen Nutzen für Kunden haben“, so der Finanzdienstleister. Das Gegenteil sei der Fall, was sich auch an niedrigen Stornoquoten zeige.

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