Stefan Böttcher, Fondsmanager des Magna New Frontiers Fund <br> Foto: Tom Hönig

Stefan Böttcher, Fondsmanager des Magna New Frontiers Fund
Foto: Tom Hönig

Serie Fonds-Perlen: Am Rande des Universums

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Darf’s ein bisschen mehr Exotik im Portfolio sein? Ein Schuss mongolische Infrastrukturunternehmen, saudi-arabische Unternehmen aus der Gesundheitsbranche oder die Bank of Kigali aus Ruanda? Wer sein Schwellenländerengagement aufpeppen will, kann dafür zum Magna New Frontiers Fund greifen.

Der 2009 als Offshore- und seit Anfang dieses Jahres als Ucits-Version aufgelegte Fonds hat zwar eine noch kurze Historie, dafür steht sein Manager Stefan Böttcher seit 20 Jahren für eine ausgezeichnete Expertise in den Schwellenländern und wurde jüngst für die Managementleistungen bei diesem Exotenfonds mit zwei Sauren-Goldmedaillen ausgezeichnet.

Fondsmanager on Tour

Da sein Arbeitgeber Charlemagne Capital großen Wert auf Unternehmensbesuche vor Ort legt, kam Böttcher im Laufe der zehn Jahre bei der Londoner Fondsboutique viel herum, im Schnitt ist er zweimal im Monat unterwegs.

Darum hatte er seinem ältesten Sohn vor Jahren versprochen, von jeder Reise in ein anderes Land ein Fußball-Trikot mitzubringen. Mittlerweile kann er diese Souvenirs nur noch bei seinem jüngeren Sohn losschlagen, der ältere winkt müde ab. Kein Wunder, denn die Sammlung bringt es mittlerweile auf über 50 Stück.

Und sie dürfte künftig noch bunter ausfallen: Seit Böttcher den New Frontiers Fund managt, stehen ihm über 100 Länder zur Wahl – alle, die nicht im MSCI-Emerging-Markets-Index gelistet sind. „Ich habe noch längst nicht alle bereist, war aber immerhin bereits in allen Ecken der Welt“, schmunzelt er.

Ineffiziente Märkte

Länder mit großen politischen Risiken lässt Böttcher allerdings grundsätzlich außen vor. „Aktuell sind das unter anderem Argentinien, Venezuela, Simbabwe, Kuwait, Pakistan, Vietnam und Kuba. Auch Pakistan sehe ich kritisch“, erläutert der Fondsmanager.

Aussichtsreiche Investmentideen hat er dagegen unter anderem in Kasachstan, Rumänien, der Ukraine und Georgien ausgespäht. Auch die Mongolei gehört zu seinen Favoriten. Um die Zusammensetzung des Vergleichsindex MSCI Frontier Markets schert sich Böttcher bei der Titelauswahl herzlich wenig.

Den Charme von Investments in Ländern am Rande des Anlageuniversums sieht der Schwellenländerprofi vor allem darin, dass die Märkte noch sehr ineffizient sind. Eine ideale Spielwiese für Fondsmanager, die es verstehen, aus solchen Situationen Kapital zu schlagen. Böttcher hat das bis 2009 mit dem Magna Eastern European klar unter Beweis gestellt.

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