Karl Høgtun (links) und Kjell Hjørnevik, Carlson

Karl Høgtun (links) und Kjell Hjørnevik, Carlson

Serie Fonds-Perlen: Die Carlsons vom Dach

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Höchste Bildungsstandards (Pisa), beste Kinderbücher (Lindgren), die spannendsten Krimis (Mankell und Larsson) und jährlich zählt das weltweite UN-Ranking die vier Nordlichter Norwegen, Schweden, Dänemark und Finnland zu den Ländern mit der weltweit höchsten Lebensqualität.

Könnten die Vier auch noch mit einem schmissigen Akronym wie die Bric-Länder Brasilien, Russland, Indien und China glänzen, sie wären die Sterne Europas. Doch wie man es auch dreht, es fehlt ein Vokal. Trotzdem haben die Skandinavier mit den Brics viel gemein: Rohstoff-Reichtum (Norwegen), Hightech-Firmen (Finnland), Weltmarken wie Hennes & Mauritz oder die Reederei Moeller Maersk (Schweden und Dänemark).

„Skandinavien nutzt seine wirtschaftliche Nähe zu den Schwellenländern“, sagt auch Karl Høgtun, der zusammen mit Kjell Hjørnevik den Carlson Fund Scandinavia managt. Die Währungen, nur Finnland hat den Euro, sind stabil, die Staatsschulden im Europavergleich zu vernachlässigen, das Wachstum solide.

Und so ist der kleine 90-Millionen-Euro-Fonds das strahlende Nordlicht der Skandinavien-Fonds und ein Überflieger im breiten Europa-Segment. Mehr als 40 Prozentpunkte Vorsprung sammelten sich über fünf Jahre an. Noch deutlicher wird das Nord-Süd-Gefälle Europas über die vergangenen drei Jahre: plus 27 Prozent für den Carlson, minus 13 Prozent für Standard-Europäer im Fondsmantel.

Derzeit zählen schwedische Unternehmen zu den Favoriten (47,6 Prozent). Es folgen Norwegen (27,9), Dänemark (15,4) und Finnland (9,2). Das Management-Duo Høgtun & Hjørnevik wird aktiv, wenn sich Unternehmen vom Typ „Lebende Tote“ oder  „Problemkind“ hin zu „Cash Cows“ entwickeln.

Kern des Portfolios sind jedoch zu 60 Prozent Qualitätsaktien. Wie etwa H&M. Der Weltmarktführer brachte es die vergangenen 16 Jahre auf ein Gewinnwachstum von jährlich 29 Prozent und eine unglaubliche Rendite von 31 Prozent – pro Jahr.

Bis zu 400 Unternehmen sehen die Manager im Jahr. Einmal im Jahr wird das Portfolio im Schnitt ausgetauscht. Wetten auf einzelne Sektoren oder ein übertriebenes Abweichen vom Vergleichsindex, einem Mix der vier Märkte, finden auch nicht statt.

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