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Serie Fonds-Perlen: Klein, stark, wertvoll

Fondsmanager Ole Nielsen
Fondsmanager Ole Nielsen
12,1 Millionen Euro, 16 Unternehmen: Der Nielsen Global Value ist ein kleines, aber feines Konzentrat. Fondsmanager und Namensgeber Ole Nielsen kauft nur Aktien von Firmen mit „Sicherheitspolster“, wie er es nennt. Mindestens 40 Prozent muss der aktuelle Börsenwert unter dem Geschäftswert liegen. Das ist der Preis, den ein gut informierter Unternehmer aktuell für die Firma zahlen würde.

Nielsen ist ein überzeugter Value-Investor: „Es gibt viele Studien, die beweisen, dass Anleger mit Value-Investing langfristig die höchsten Renditen erzielen.“ Wie lange es dauert, bis sich Aktienkurs und Geschäftswert annähern, ist allerdings offen. Mit mindestens drei bis fünf Jahren rechnet Nielsen. Doch die Angst, bei steigenden Aktienkursen kurzfristig hinter Konkurrenz und Märkten zu liegen, ficht ihn nicht an. „Nicht nur ich als Fondsmanager, sondern auch die Anleger müssen über einen langfristigen Anlagehorizont verfügen.“

Dieser Artikel stammt aus der aktuellen Ausgabe von DAS INVESTMENT (April 2010).

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Nielsen ist eine Stilikone, seit 23 Jahren erfolgreich im Value-Geschäft. Die von ihm gemanagten Fonds, darunter der Nordea European Value (damals noch
Frontrunner European Equities) und das dänische Pendant zum Sparinvest Global Value, der Sparinvest Value Aktien, haben immer wieder Spitzenplätze in den Rankings und Ratings ergattert. Als Chef des Fondsmanagements führte er bei Sparinvest die Value-Strategie ein. Anfang 2002 gründete Nielsen seine eigene Fondsgesellschaft Nielsen Capital Management, im Juni desselben Jahres startete er den dänischen Nielsen Global Value, im Dezember 2008 folgte das gleichnamige Luxemburger Pendant, das auch in Deutschland zugelassen ist.

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In der Ruhe liegt seine Kraft

Im Laufe der Jahre hat Nielsen seine ganz eigene Strategie entwickelt. Das Screening der rund 55.000 Unternehmen in der Datenbank Bloomberg, die seine Kriterien hinsichtlich Marktkapitalisierung und Lage erfüllen, macht er nicht nach einer starren Zusammenstellung von Bewertungs- und Renditekennziffern. Und ab welcher Eigenkapitalrendite beispielweise ein Unternehmen für ihn interessant wird oder welche Gewinngröße er für aussagekräftiger hält als das übliche Ebit, verrät Nielsen nicht. Investoren müssen auf seine Erfahrung vertrauen. „Dank meiner langjährigen Tätigkeit habe ich eine reichhaltige Dokumentation und kann beispielsweise prüfen, ob das jeweilige Unternehmensmanagement in der Vergangenheit angekündigte Maßnahmen auch tatsächlich umgesetzt hat“, so Nielsen.

Hat er einmal ein interessantes Unternehmen gefunden, bleibt er ihm treu. Seit Auflegung des Fonds hat er noch keines verkauft.
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