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Sexy Video: Makatsch und Liefers im Steuerduett

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Im Filmspot „Steuer gegen Armut. Eine gute Idee?“ diskutieren die Schauspieler Heike Makatsch und Jan Josef Liefers die Einführung einer Steuer à la James Tobin. In den 70er Jahren erfand der amerikanische Ökonom eine Umsatzsteuer auf Devisengeschäfte, um kurzfristige Spekulationen auf den Finanzmärkten einzudämmen. Über die Theorie kam die Tobin-Steuer bislang allerdings nie hinaus. Zuletzt hatten sich im Vorfeld des Weltklimagipfels in Kopenhagen unter anderem Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy, Äthiopiens Präsident Meles Zenawi und Großbritanniens Premier Gordon Brown für die Einführung ausgesprochen.

„Es ist sehr kompliziert und eine erhebliche Belastung für die Banken“ so Liefers zunächst. Doch sein Widerstand bröckelt mit jedem Augenaufschlag von Makatsch. „Eine winzig kleine Steuer auf den Handel mit Finanzvermögen, würde jährlich Milliarden von Euro einbringen und könnte somit helfen Armut und Hunger in der Welt zu bekämpfen, endlich etwas gegen den Klimawandel zu tun und hierzulande soziale Gerechtigkeit zu schaffen“, so Makatsch. Liefers: „Möglicherweise ist es doch ein ganz gute Idee.“
Der Film von Maria von Heland nach einer Idee von Richard Curtis und der Robin Hood Tax Campaign wurde im Rahmen der Kampagne "Steuer gegen Armut"  Online gestellt. Gefordert wird eine geringe Besteuerung auf alle Finanzmarktprodukte, die von Banken, Brokern und Investoren gehandelt werden. Ein Steuersatz zwischen 0,01 und 0,1 Prozent auf den Kauf oder Verkauf von Finanzprodukten würde übermäßige Spekulationen verhindern, den Finanzmarkt stabilisieren und so dazu beitragen, Krisen wie die aktuelle Wirtschafts- und Finanzkrise zu verhindern, so die Begründung. Gleichzeitig könnten mit den Steuereinnahmen die Folgen der Krise, gerade auch in den armen Ländern, finanziert werden. Außerdem werden diejenigen, die die Krise durch wildes Spekulieren maßgeblich ausgelöst haben, bei der Krisenbewältigung in die Pflicht genommen.

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