Sienna Investment Managers (Sienna IM) hat den laut eigener Aussage ersten europäischen Private-Debt-Fonds für Biodiversität aufgelegt. Der Sienna Biodiversity Private Credit Fonds startet mit einem Zielvolumen von 200 Millionen Euro. Die Versicherungsgruppe Malakoff Humanis beteiligt sich als Ankerinvestor mit 100 Millionen Euro.

Der nach Artikel 9 der SFDR klassifizierte Fonds adressiert drei der vom Weltbiodiversitätsrat IPBES definierten Hauptbelastungen:

  • Veränderung von Land und Meeren
  • Umweltverschmutzung sowie
  • direkte Ausbeutung von Organismen.

Das Konzept basiert auf drei Säulen: Finanzierung von Biodiversitätslösungen, Unterstützung von Unternehmen in der Transformation sowie Investments in Firmen, die Branchenstandards bei der Biodiversität übertreffen. Die außerfinanzielle Due Diligence erfolgt in Zusammenarbeit mit dem kanadischen Umweltspezialisten Habitat.

 

Antwort auf Biodiversitäts-Druck 

Für das Monitoring nutzt der Fonds spezifische Indikatoren wie eingesparte Wassermenge, erhaltene Feuchtgebiete oder nachhaltig zertifizierte Rohstoffe. Der sektorübergreifende Ansatz verbindet die Expertise der Sienna-Teams aus den Bereichen Mid-Market-Finanzierung, Immobilienkredite, Energiewende und öffentlicher Sektor.

Laurent Dubois, Managing Director Private Credit, sieht den Fonds als Antwort auf den „zunehmenden Druck auf die Biodiversität“ (mehr dazu hier: Das Ende der Artenvielfalt: Der 140-Billionen-Dollar-Crash, den keiner sieht).

Verwaltet wird der Fonds von der AMF-regulierten Sienna AM France. Sienna IM ist der Alternative-Investment-Arm der Groupe Bruxelles Lambert (GBL) mit einem verwalteten Vermögen von rund 40 Milliarden Euro, wovon über 80 Prozent als Artikel 8 oder 9 klassifiziert sind.