Sitzungsprotokoll der Fed

US-Notenbanker wollen Anleihekäufe im Oktober stoppen

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Einige Vertreter der Federal Reserve (Fed) zeigten sich besorgt, dass Anleger hinsichtlich des Wirtschaftsausblicks zu selbstgefällig werden dürften, wie aus dem Protokoll von der Fed-Sitzung vom 17. und 18. Juni hervorgeht, das am Mittwoch in Washington veröffentlicht wurde. Das Auftreten übermäßiger Risikobereitschaft solle daher im Blick behalten werden.

“Anzeichen einer zunehmenden Risikofreude wurden von einigen Teilnehmern als ein Signal gewertet, dass die Marktteilnehmer die Unsicherheit über den wirtschaftlichen und geldpolitischen Verlauf nicht ausreichend berücksichtigen”, hieß es.

Auch über die geringe Volatilität an den Aktien-, Devisen- und Rentenmärkten zeigen sich die Währungshüter besorgt. Jedoch wurde in der Mitschrift auch “angemerkt, dass die Geldpolitik weiterhin günstige Finanzierungskonditionen fördern muss, die zur Stützung des Wirtschaftswachstums nötig sind”.

Die Notenbanker einigten sich darauf, ihre Anleihekäufe mit einer letzten Reduzierung um 15 Milliarden Dollar bei ihrer Oktober- Sitzung zu beenden. Voraussetzung dafür sei, dass sich die Wirtschaft wie erwartet erhole. Im Juni wurde das Volumen der monatlichen Anleihekäufe die fünfte Sitzung in Folge um 10 Milliarden Dollar verringert. Zuletzt beliefen sich die Bondkäufe der US- Notenbank damit auf 35 Milliarden Dollar pro Monat.

Die Währungshüter setzten zudem ihre Debatten über den letztlich kommenden Ausstieg aus ihren beispiellosen geldpolitischen Lockerungen fort. “Es wurde festgestellt, dass es nützlich wäre, wenn der Ausschuss seine Pläne im weiteren Jahresverlauf entwickelt und kommuniziert - lange bevor die ersten Schritte hin zu einer Normalisierung der Geldpolitik angemessen sein werden.”

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