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SJB hebt den Daumen für offene Immofonds

Anleger offener Immobilienfonds müssten sich bisher keine Sorgen um ihre Kapitalanlage machen, auch wenn von den 33 hierzulande zugelassenen Fonds derzeit zehn die Anteilsrücknahme ausgesetzt hätten. Das sei sinnvoller als der kurzfristige Verkauf von Liegenschaften zu schlechten Konditionen. „Hinzu kommt, dass das eingefrorene Kapital gewinnbringend weiterarbeitete. In den letzten zwölf Monaten erwirtschafteten die offenen Fonds im Schnitt eine Rendite von 1,2 Prozent, über drei Jahre waren es durchschnittlich 3,49 Prozent“, ergänzt Bennewirtz.

Für das Investments spreche zudem, dass knapp zwei Drittel der Fondsimmobilie jünger als zehn Jahre seien und national sowie international breit gestreut angelegt werde. Auch die Verteilung der Mietlaufzeiten, Nutzungsarten und Objektgrößen trage zur Stabilität der Fonds bei.
Breche der aktuelle Erholungstrend der Wirtschaft ab, müssten viele Unternehmen allerdings erneut um ihr Überleben kämpfen, Gelder für repräsentative Büroräume würden dem Rotstift zum Opfer fallen. In einer solchen Situation würden selbst die hochwertigsten Immobilien stark an Wert verlieren, gibt Bennewirtz zu bedenken. Dennoch gibt er Entwarnung: „Langfristig bleiben Investitionen in Grund und Boden ein inflationsschützendes Fundament in jedem individuellen Fondsdepot. Auch diese Krise wird die Wirtschaft überwinden und dann starten die Unternehmen ihr Wettrennen um die attraktivsten Mietobjekte in bester Lage.“

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