S&K-Fonds melden Insolvenz an

//
Nach der Insolvenz der Gesellschaften, die mit der Immobilienfirma S&K zusammengearbeitet hatten, sind nun auch sämtliche S&K-Fonds pleite. Das berichtet das „Manager Magazin online“ mit Verweis auf den Insolvenzverwalter der United Investors Gruppe, Rechtsanwalt Michael Kuleisa. United Investors, die schon seit März insolvent ist, hatte die Pleitefonds in Kooperation mit S&K auf den Markt gebracht.

Laut „Manager Magazin online“ legten Anleger insgesamt rund 105 Millionen Euro in die sechs S&K-Immobilienfonds an. Das volumenstärkste Produkt war mit rund 38,7 Millionen Euro der S&K Sachwerte, gefolgt von dem S&K Real Estate Value Added (rund 34 Millionen Euro) und Deutsche S&K Sachwerte 2 (rund 28,2 Millionen Euro). In den S&K Investment flossen 4,8 Millionen, in den S&K Investment Plan 50.000 Euro. Lediglich der Deutsche S&K Sachwerte 3 sammelte nach Informationen von „Manager Magazin online“ noch keine Anlegergelder ein.

Doch damit nicht genug: Zu den rund 105 Millionen Euro kommt ein zweistelliger Millionenbetrag hinzu, der über die Regensburger Firmen Asset Trust sowie Deutsche Sachwert Emissionshaus floss. Auch diese beiden Gesellschaften sind mittlerweile insolvent.

Gegen Verantwortliche der S&K-Gruppe ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Anlagebetrug im großen Stil. Die Behörde wirft den Chefs der Frankfurter Immobiliengruppe vor, ein Schneeballsystem aufgebaut zu haben. Mit Schrott-Immobilien, die sie nach der Finanzkrise 2008 als ertragreiche und sichere Investments anpriesen, sollen die S&K-Führungskräfte und deren Geschäftspartner Tausende von Anlegern betrogen haben.

Mehr zum Thema
S&K-Skandal: Zwei weitere Gesellschaften sind pleite Folge des S&K-Skandals? FIHM meldet Insolvenz Klageflut oder Drohgebärden? Rechtsanwälte über Folgen des S&K-Skandals für Vermittler