LinkedIn DAS INVESTMENT
Suche
in AktienLesedauer: 3 Minuten

Skandinavien-Banken nicht mehr auf dem Kaufzettel Flaute im „sicheren Hafen“

Nach der Finanzkrise hatten die Aktien der sechs großen nordeuropäischen Banken – Nordea Bank AB, Danske Bank A/S, DNB ASA, Svenska Handelsbanken AB, SEB AB und Swedbank AB – zu einem Höhenflug angesetzt. Der Hintergrund? Die Banken hatten umsichtig und erfolgreich gewirtschaftet. Anders als viele andere Banken in Europa und den USA hatten sie nicht mit faulen Krediten zu kämpfen, erinnert Bloomberg in einem aktuellen Bericht. Doch aufgrund ihrer über die Jahre aufgelaufenen hohen Bewertungen droht ihnen jetzt der Entzug der Anlegergunst.

Wie Bloomberg berichtet, sind bei Swedbank und Handelsbanken die Kurse seit Dezember 2016 so stark gefallen, dass sie inzwischen zu den Bank-Aktien mit der schlechtesten Entwicklung in Europa gehören. Besonders frappierend dabei: Die beiden Banken zählen zu den am besten kapitalisierten Kreditinstituten am Markt.

1.200% Rendite in 20 Jahren?

Die besten ETFs und Fonds, aktuelle News und exklusive Personalien erhalten Sie in unserem Newsletter „DAS INVESTMENT Daily“. Kostenlos und direkt in Ihr Postfach.

Finanzanalyst Mads Thinggaard von Handelsbanken in Kopenhagen erklärt den Kursverlust mit den verbesserten Aussichten für die Branche im Allgemeinen, was den relativen Vorteil schmälere, den skandinavische Banken bislang über viele Jahre hatten.

„Wir beobachten, dass die Erwartungen für die Eigenkapitalrenditen europäischer Banken viel schneller steigen als die für die großen nordischen Banken“, so Thinggaard. „Sollten sie überholt werden, besteht das Risiko eines Ausverkaufs bei den nordischen Banken. Investoren werden dann auf Banken südlich von Dänemark umsteigen.“

PDF nur für Sie. Weitergabe? Fragen Sie uns.
Tipps der Redaktion