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Zur Bundestagswahl So denken Bundesbürger über Altersvorsorge und Rentenreform

Wahlzettel
Wahlzettel: Die Bundesbürger trauen den Politikern wenig zu in Sachen Rente. | Foto: Imago Images / Christian Ohde

Das Thema Rente nimmt großen Einfluss darauf, wie sich die Menschen in Deutschland bei der Bundestagswahl entscheiden. Gleichzeitig steigt die Skepsis, dass die künftige Regierung eine zukunftsfähige Rentenreform auf die Beine stellen kann. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage des Instituts Civey im Auftrag des Lebensversicherers Canada Life.

Von den 2.500 Befragten sagen 61 Prozent, dass das Thema Rente wichtig für ihr Kreuzchen auf dem Wahlzettel ist. Insbesondere für Wähler im Alter ab 30 Jahren ist sie von großer Wichtigkeit. Von den 50-bis-64-Jährigen geben 67 Prozent an, dass diese Thema eine große Rolle spielt.

Auch die berufliche Situation scheint Einfluss auf diese Aussage zu nehmen. Bei Arbeiterinnen und Arbeitern erachten 84 Prozent das Thema Rente als wichtig. Damit liegen sie 23 Prozentpunkte über dem bundesweiten Durchschnitt.

Gleichzeitig schwindet das Vertrauen in eine zukunftsfähige Rentenreform. 76 Prozent der Befragten glauben nicht, dass eine solche kommt. 85 Prozent der Arbeiterinnen und Arbeiter stehen ihr skeptisch gegenüber.

Je nach Altersgruppe gibt es auch hier unterschiedliche Urteile. Menschen zwischen 18 und 29 Jahren zeigen sich besonders kritisch. Von ihnen sagen 83 Prozent, dass sie kaum oder kein Vertrauen in eine zukunftsfähige Rentenreform haben.

Dennoch sieht die Mehrheit den Staat bei der Rente in der Pflicht

Und dies auch, wenn es darum geht, neben der gesetzlichen Rente zusätzliche Sicherheiten einzubauen: 45 Prozent der Befragten sind dieser Ansicht. 38 Prozent sagen, dass jeder Bürger selbst dafür verantwortlich sein sollte. 16 Prozent sind unentschlossen.

Die Altersgruppe der 18-bis-29-Jährigen hebt sich auch in dieser Frage vom bundesweiten Durchschnitt ab. Sie sind zu 51 Prozent für die eigene Verantwortlichkeit. Große Unterschiede zeigen sich auch je nach beruflichem Status. Bei den Studenten sind 86 Prozent der Ansicht, dass sie selbst ihr zusätzliches Finanzpolster im Alter verantworten. Damit liegen auch sie weit über dem bundesweiten Durchschnitt von 38 Prozent.

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