Immowelt-Prognose So entwickeln sich die Mieten in den 14 größten deutschen Städten

Dortmund

Dortmund | © imago / Friedrich Stark

Besucher stehen Schlange, um ein neugebautes Einfamilienhaus in Dortmund zu besichtigen: Bei Mietern sind Neubauwohnungen dagegen nicht mehr so stark nachgefragt, so Immowelt. © imago / Friedrich Stark

Miete für Bestandswohnungen

Angebotsmiete im 4. Quartal 2020 (pro m²): 6,80 Euro

Prognose für das 4. Quartal 2021 (pro m²): 6,80 Euro

Veränderung: 0 Prozent

Miete für Neubauwohnungen

Angebotsmiete im 4. Quartal 2020 (pro m²): 8,60 Euro

Prognose für das 4. Quartal 2021 (pro m²): 8,10 Euro

Veränderung: - 6 Prozent

Die Mieten in den größten deutschen Städten gingen schon in den vergangenen Jahren deutlich nach oben. Diese Entwicklung könnte sich nun trotz der Corona-Pandemie fortsetzen. Zu diesem Ergebnis kommt die Mietpreis-Prognose für Deutschlands Großstädte mit mehr als 500.000 Einwohnern des Immobilienportals Immowelt.

Bis zum Ende dieses Jahres steigen demnach die Angebotsmieten in 11 von 14 Großstädten weiter. Teuerste Stadt bleibt – mit Abstand – München, allerdings flacht sich die Preiskurve dort merklich ab. Auf Platz zwei der Preisskala folgt Frankfurt. Stuttgart holt aber auf: Für die schwäbische Stadt sagt Immowelt den stärksten Anstieg bis zum Jahresende voraus.

„Die Corona-Krise hat aufgezeigt, wie stabil der Markt von Wohnimmobilien ist: Die Mietpreise sind nicht eingebrochen, sondern im Gegenteil sogar weiter gestiegen“, sagt Immowelt-Chef Cai-Nicolas Ziegler. Das Interesse an Immobilien sei so groß wie nie zuvor, das Angebot – besonders im günstigen Segment – überschaubar. „Daher gehen wir fest davon aus, dass es auch in diesem Jahr zu keiner Trendumkehr kommen wird, wenngleich die Preise nicht mehr so stark steigen wie in den vergangenen Jahren“, so Ziegler.

Berliner Mietendeckel führt zu sinkenden Preisen

In nur zwei der 14 untersuchten Städte sollen die Mieten im Bestand sinken. Einen leichten Rückgang sagt Immowelt für Hamburg voraus. Dort machten sich die vielen Neubauten bemerkbar, so die Analyse des Portals. Deutlicher ist der Effekt in Berlin. Der Mietendeckel reguliere die Preise nach unten, schreibt Immowelt. Bereits von 2019 auf 2020 sind die Angebotsmieten von Bestandswohnungen in Berlin um 8 Prozent gesunken. Das gelte aber nicht für Neubauwohnungen. In diesem Segment gehen die Preise in der Hauptstadt weiterhin nach oben.

Im Neubausegment geben die Mietpreise ebenfalls in zwei Städten nach: In Dortmund und Bremen sei das Interesse an Neubauwohnungen zurückgegangen, heißt es. Diese Entwicklung werde sich wahrscheinlich bis Ende des Jahres fortsetzen.

Über die Analyse:

Grundlage für die Mietpreis-Prognose der 14 größten deutschen Städte sind laut Portal die Mietpreise mehrerer hunderttausend Objekte, die in diesen Städten innerhalb der vergangenen drei Jahre auf Immowelt nachgefragt wurden. Es handelt sich um Angebotspreise. Die Prognose wird anhand von Beobachtungen, Trends und saisonalen Schwankungen berechnet.

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