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Vermögensverwalter Marco Herrmann

„So geht Wohlstand - und zwar auch mit kleinem Geld“

Marco Herrmann
Foto: Fiduka

Selbst die Bank keine Negativzinsen oder Verwahrentgelt verlangt, gibt es aktuell immer noch keinen realen Zins auf das hart ersparte Vermögen. Denn die Inflationsrate stieg in Deutschland zuletzt auf 1,7 Prozent. Gefühlt steigen die Verbraucherpreise sogar noch stärker. Es sind also Anlage-Alternativen gefragt.

Zu den langfristig rentabelsten Investments zählen Aktien. Betrachtet man jedoch die Mittelzuflüsse in Fonds, sind kaum Umschichtungen vom Sparbuch in Dividendentitel zu erkennen. Vielmehr können Anleihenfonds Rekordzuflüsse verzeichnen, die zugegebenermaßen aufgrund ihrer guten und stetigen Performance der zurückliegenden Jahre für Anleger vielversprechend aussehen. Diese gute Entwicklung wird sich angesichts der Zinsen um den Gefrierpunkt allerdings wohl kaum fortsetzen können.

Doch der deutsche Sparer fürchtet sich anscheinend immer noch vor dem, was in seinen Augen wie ein Spielcasino aussieht. So warnt Sahra Wagenknecht von der Partei Die Linken gerne in Talkshows davor, Menschen in Aktien zu treiben, weil dort Kursverluste von 80 bis 90 Prozent drohen. Beispiele wie die Deutsche Telekom oder die Deutsche Bank belegen diese These. Positive Beispiele werden in solche einseitigen Argumentationen natürlich nicht genannt.

Aktien sind Produktiv-Kapital

Schade, denn es ist offensichtlich, dass Unternehmertum Wohlstand schafft. So zählen zu den reichsten Menschen der Welt Firmengründer wie unter anderem Jeff Bezos (Amazon), Bill Gates (Microsoft), Amancio Ortega (Inditex) oder Warren Buffett (Berkshire Hathaway). Da drängt sich die Frage auf, warum gerade ein Gros der Deutschen nicht über den Kauf von Aktien (oder Fonds/ETFs) an dieser Entwicklung partizipieren möchte.

Vor allem die Schwankungen an den Börsen machen unerfahrenen Anlegern Angst. Aktien sind leicht und kostengünstig zu handeln, deshalb sind Kursbewegungen viel stärker stimmungsgetrieben als beispielsweise an den Immobilienmärkten. Zudem gibt es bei Betongold keine sekündlichen Wasserstandsmeldungen wie an den Aktienmärkten. Das mindert die wahrgenommene Volatilität zusätzlich. Dafür können bei Immobilien die Transaktionskosten schnell bis zu zehn Prozent erreichen. Wird ein Makler eingeschaltet, können sie sogar noch höher liegen.

Die fundamentalen Daten, die den Wert eines Unternehmens (und damit der Aktien) bestimmen, schwanken wesentlich weniger stark als deren Aktienkurse. Schließlich bestimmt sich der Unternehmenswert nicht maßgeblich auf Basis des letzten Quartalberichts.

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