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Fakten So hoch ist das Vertriebspotenzial bei Rechtsschutz-Policen

Makler im Gespräch
Makler im Gespräch: Viele Kunden unterschätzen das Kostenrisiko bei juristischem Streit. | Foto: Pexels / LinkedIn Sales Navigator

Nahezu 50 Prozent der Bürger in Deutschland haben bereits Geld für einen Anwalt ausgeben müssen, 20 Prozent sogar mehrfach. Die Kosten pro Fall liegen dabei durchschnittlich bei rund 2.500 Euro. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Studie im Auftrag der Württembergischen Versicherung. Das Unternehmen ließ das Institut Appinio im September 1.000 Menschen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren befragen.

Probleme in der Ehe können teuer werden

Mehr als 30 Prozent der Befragten erlebten innerhalb befreundeter Ehepaare bereits rechtliche Probleme. In 28 Prozent der Fälle ging es um Unterhaltszahlungen. Jeweils rund ein Viertel kann berichten von Sorgerechts- oder Erbstreitigkeiten respektive arbeitsrechtlichen Konflikten.

Quelle: Württembergische Versicherung

Doch nicht nur Anwälte kosten Geld: 29 Prozent der Befragten haben zusätzlich auch schon einmal Gerichtskosten zahlen müssen. Besonders teuer wird es, wenn sich Gutachter einschalten. In diesem Fall können schnell fünfstellige Beträge anfallen.

Zu wenige Deutsche haben Rechtsschutz-Police

Knapp die Hälfte der Umfrageteilnehmer hat keine private Rechtsschutzversicherung. 20 Prozent planen aber, eine solche Police abzuschließen. Bei jungen Menschen sieht das Bild etwas anders aus: 41 Prozent der 18- bis 24-Jährigen planen auch künftig keinen Abschluss. 28 Prozent von ihnen gehen davon aus, nie in einen Rechtsstreit verwickelt zu werden, und 40 Prozent haben sich noch nicht damit beschäftigt.

„Die Jüngeren wähnen sich in trügerischer Sicherheit. Dabei lauern zum Beispiel im Internet zahlreiche Gefahren durch Social-Media-Posts mit urheberrechtlich geschützten Bildern oder Links auf der privaten Webseite“, sagt dazu Jens Lison, Vorstand der Württembergischen Versicherung.

Warum halten sich so viele Menschen in Sachen Rechtsschutz zurück?

88 Prozent der Befragten unterschätzen die Anwalts- und Gerichtskosten nach der ersten Instanz. Als Beispiel diente in der Umfrage ein Unfall mit einem Sachschaden in Höhe von 10.000 Euro. Laut der Württembergischen belaufen sich die durchschnittlichen Anwalts- und Gerichtskosten hier auf etwa 5.000 Euro. 69 Prozent der Befragten gehen von weniger als 3.000 Euro aus. Gleichzeitig empfinden 42 Prozent derjenigen ohne Rechtsschutz die Kosten für eine Versicherung als zu hoch.

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