Dominik Lochmann
20.02.2024

Gold 1x1 So investierst du richtig in physisches Gold

Dominik Lochmann von Edelmetall-Service GmbH & Co. KG in einer Gold-Collage
Dominik Lochmann von Edelmetall-Service GmbH & Co. KG in einer Gold-Collage: Goldbarren und -münzen als Combibars lassen sich leicht aufteilen und verkaufen und sind daher für Kleinanleger gut geeignet.
© Barbara Bocks, Collage mit Canva-KI

Gold gilt seit jeher als eine der sichersten Formen der Geldanlage. Käufer schätzen das Edelmetall als eine zuverlässige Absicherung des Vermögens. Doch das Angebot an Investmentprodukten ist vielfältig. Vor dem Erwerb der ersten Barren oder Münzen kommen vielen Interessierten darum häufig Fragen zur Auswahl der richtigen Produkte, insbesondere zu Art, Menge und zur Echtheit.

Gold: Lieber Barren oder Münzen als limitierte Auflagen?

Physisches Anlagegold gibt es als Barren und Münzen zu kaufen. Da das Material dasselbe bleibt, spielt es keine entscheidende Rolle, für welche Form sich Anleger entscheiden. Für diejenigen, die Freude am Sammeln haben, mögen goldene Münzen mit vielfältigen Motiven besonders ansprechend sein.

Sammlerstücke, die sich beispielsweise durch die limitierte Ausgabe, die Ausführung oder ihre historische Seltenheit auszeichnen, können zwar eventuell auch höher als zum Goldwert gehandelt werden, sind aber nicht so schnell und unkompliziert zu verkaufen wie reines Standard-Investmentgold. Um hier einen optimalen Preis zu erzielen, muss zunächst ein Sammler gefunden werden, dem genau dieses Stück beziehungsweise dieser Jahrgang fehlt, oder die Münze in Auktionen angeboten werden.

 

Wer Gold als Notgroschen oder reines Investment sieht, will jedoch unkompliziert und schnell verkaufen. Daher empfiehlt es sich, zu Barren oder Standard-Goldmünzen wie dem Krügerrand, der kanadischen Maple Leaf oder dem Wiener Philharmoniker zu greifen.

Anleger mit einem starken Sicherheitsbedürfnis wählen meist ausschließlich Gold, da die Preise anderer Edelmetalle stärker schwanken. Zusätzlich punktet es dadurch, dass beim Kauf keine Mehrwertsteuer anfällt.

Trotz verschiedener Vorteile des gelben Edelmetalls lohnt es sich, sein Portfolio zu diversifizieren und etwa 70 Prozent der Edelmetallanlage in Gold, 20 Prozent in Silber sowie jeweils 5 Prozent in Platin und Palladium zu investieren.

Diese Mischung bietet sowohl ausgewogene Sicherheit durch den hohen Goldanteil als auch gute Wachstumschancen durch die anderen Edelmetalle.

Woran erkenne ich echtes physisches Gold?

Ohne Erfahrungswerte hegen viele Erstanleger die Sorge, beim Kauf auf mögliche Betrüger hereinzufallen. Dabei gibt es verschiedene Anzeichen, anhand derer sich fragwürdige Verkäufer von seriösen unterscheiden lassen.

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  • Ein erster Anhaltspunkt ist der Preis. Bei Angeboten, die unter dem aktuellen Goldwert liegen, ist Skepsis angebracht. Schließlich verkauft niemand einen 100-Euro-Schein für 50 Euro. Ein Vergleich mit dem momentanen Goldpreis, der leicht online auf den Websites von Edelmetallhändlern und Banken zu finden ist, gehört zum A und O.
  • Identische Seriennummern sowie ein ungewöhnlich geringes Gewicht sind ebenfalls Hinweise auf möglichen Betrug.

Um Sicherheit bei seinem Investment zu haben, empfiehlt es sich daher, bei zertifizierten Händlern oder Banken und nicht bei unbekannten Personen in Online-Auktionshäusern oder auf Flohmärkten zu kaufen. 

 

Mit Combibars Prägungskosten sparen

Neben dem reinen Materialwert fallen für jeden Barren und jede Münze zusätzliche Kosten für die Prägung an. Insbesondere für Anleger, die mehrere kleinere Barren bevorzugen, kann dies zu Nachteilen führen. In Relation zum Materialwert fällt der Aufpreis bei kleinen Stückelungen deutlich höher aus.

Für Kleinanleger sind daher sogenannte Combibars eine geeignete Option. Da diese Tafelbarren im Verbund mehrerer kleiner Barren und nicht einzeln zu 0,5 Gramm, 1 Gramm oder 1/10 Unze geprägt werden, fällt nur eine Prägegebühr für die ganze Tafel an. Gleichzeitig kann diese Form von Barren leicht in kleinere Abschnitte oder einzelne Barren geteilt werden, ähnlich wie bei einer Schokoladentafel. Dies ermöglicht einen flexiblen Verkauf und erweist sich als praktisch, gerade bei spontanen Anschaffungen.

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