Wohnimmobilien „So nutzen Privatanleger die Wohnraum- und die Finanzierungslücke“

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Sie müssen von den institutionellen Investoren lernen und gleichzeitig ein Vehikel finden, das ihren Möglichkeiten und Bedürfnissen entspricht. Crowdinvestment-Plattformen stellen ein Mittel dar, sich mit kleineren Beträgen an der Finanzierung von Neubauprojekten zu beteiligen. Dabei handelt es sich zumeist um Nachrangdarlehen. Finanziert werden in der Regel einzelne Neubauvorhaben mit einem Volumen von maximal 2,5 Millionen Euro. Eine Diversifikation für den Anleger findet beim Crowdinvestment also nicht statt. Die Laufzeiten sind hierbei meist relativ kurz.

Auch Privatanleger können über strukturierte Produkte profitieren

Aber es gibt auch alternative Investmentformen, welche die Sicherheitsargumente eines risikogestreuten Fonds mit dem beschriebenen Finanzierungsansatz und den kurzen Laufzeiten des Crowdinvestments verbinden. Dabei sammeln Investmenthäuser Geld von Privatinvestoren ein, um hiermit mehrere Neubauvorhaben in deutschen A-Städten zu finanzieren. Wer einen solchen Investitionsansatz wählt, sollte den Anbieter auf einige Punkte hin überprüfen: So sollte eine große Projektpipeline vorhanden sein, um hohe Investitionssicherheit und eine ausreichende Diversifikation zu ermöglichen. Der bisherige Track Record ist zwar keine Garantie für zukünftigen Erfolg, dient aber sehr wohl als Hinweis für Fach- und Lokalexpertise.

Natürlich sollte auch eine angemessene Verzinsung in Aussicht gestellt werden. Fünf Prozent und mehr sind bei alternativen Finanzierungen von Projektentwicklungen in A-Städten durchaus realistisch. Einige Anbieter sind auch selbst mit Eigenkapital in die Neubauvorhaben investiert. In diesen Fällen besteht also Interessengleichheit, was dem Privatanleger zusätzlich Sicherheit verschafft.

Durch solche Vehikel können Privatinvestoren nicht nur von der Wohnungslücke „profitieren“, sondern auch von der ebenso bestehenden Finanzierungslücke im deutschen Immobilienmarkt. Mit geschickt platzierten Investitionen tragen Privatanleger ihren Teil zur Behebung dieses doppelten Bedarfs bei. Gleichzeitig generieren sie mit Wohnimmobilien ertragreiche Renditen ohne langfristige Kapitalbindung, hohes Risiko oder Verantwortung für die langfristige Vermietung.

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