Soziale Pflegeversicherung So teuer ist 1 Monat im Pflegeheim

Die Eigenanteile für die Pflege haben bei vielen Pflegebedürftigen die Belastungsgrenze erreicht, warnen die Chefs der sechs Ersatzkassen, die zusammen rund 28 Millionen Menschen in Deutschland versichern. Sie appellieren daher eindringlich an die Politik, noch vor der Bundestagswahl eine Pflegefinanzreform zu starten.

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Denn nach aktuellen Berechnungen des Verbandes der Ersatzkassen (VDEK) zahlt jeder stationär versorgte Pflegebedürftige im Bundesdurchschnitt monatlich 2.068 Euro aus der eigenen Tasche. Das sind 128 Euro mehr als im Vorjahr, die für pflegebedingte Aufwendungen, Investitionskosten sowie Unterkunft und Verpflegung anfallen.

Auf Sozialhilfe angewiesen

„Wenn bei den Eigenanteilen nichts geschieht, dann werden immer mehr Menschen auf Leistungen der Sozialhilfe angewiesen sein. Bereits heute betrifft das rund 10 Prozent aller Pflegebedürftigen“, erklärt VDEK-Vorsitzender Uwe Klemens. In die richtige Richtung gehe daher die vorgesehene Deckelung der Eigenanteile.

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Auf 700 Euro für längstens 36 Monate will Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Eigenanteile (ohne Investitionskosten sowie Unterkunft und Pflege) beschränken. Klemens fordert zudem die Bundesländer auf, endlich die Investitionskosten für die Pflegeeinrichtungen zu übernehmen, um auch hier die Patienten zu entlasten.

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