So viel Cash wie nie

Darum flüchten Milliardäre wie Warren Buffett in Liquidität

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Angespannte globale Lage angesichts Unsicherheiten in China und diverser geopolitischer Brandherde: Viele sehr vermögende Anleger haben in jüngster Zeit ihr Geld aus Anlagen abgezogen und halten es zurück. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse der Beratungsgesellschaft Wealth-X, die die Vorlieben von Milliardären weltweit analysiert.

In ihrem Billionaire Census 2015-2016 gibt Wealth-X die Cash-Quote von superreichen Individuen mit derzeit durchschnittlich 22,2 Prozent an – der höchste Wert, den das Unternehmen je gemessen hat.

Auch der Cash-Bestand von Investmentguru Warren Buffett befindet sich derzeit auf einem Rekordhoch: 72,7 Milliarden US-Dollar hielt Buffetts Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway Ende Juni in liquiden Mitteln, berichtet der Wirtschaftsnachrichtendienst Bloomberg. Einen erheblichen Zuwachs an Barmitteln habe dem Unternehmen der Rückkauf von Vorzugsaktien durch Kraft Heinz beschert.

Die Liquiditätsquote unter Ultra-Reichen, sogenannten „Ultra High Net Worth Individuals“ (UHNWI) befindet sich laut der Studie von Wealth-X bereits seit 2012 in einem Aufwärtstrend. Die Analysten gehen davon aus, dass sich die Investitionslaune wieder verbessern dürfte, sobald auf internationalen Aktienmärkten wieder allgemein niedrigere Bewertungslevel vorherrschen.

Weltweit listet der Wealth-X-Report im Jahr 2015 insgesamt 2.473 Milliardäre auf. Diese verfügen zusammen über rund 7,7 Billionen US-Dollar. Interessantes Detail: Über die Hälfte von ihnen sind laut Recherche von Wealth-X Self-Made-Milliardäre – sie haben ihr Vermögen nicht durch Erbschaft, sondern durch eigene geschäftliche Tätigkeit erworben.

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