Sarah Steiner (Redakteurin)Lesedauer: 2 Minuten

Studie der Hans-Böckler-Stiftung So viel Miete zahlen Großstädter

Altbau in Berlin
Altbau in Berlin: Haushalte mit hohen Einkommen verwendeten im Jahr 2018 rund 20 Prozent für die Warmmiete. | Foto: Imago Images / Maria Gänßler

49,2 Prozent der rund 8,4 Millionen Haushalte, die in deutschen Großstädten zur Miete wohnen, gaben im Jahr 2018 mehr als 30 Prozent ihres Nettoeinkommens aus, um ihre Warmmiete zu bezahlen. Das entspricht mehr als 4,1 Millionen Haushalten, in denen etwa 6,5 Millionen Menschen leben. Gut ein Viertel (25,9 Prozent) der Haushalte in den 77 deutschen Großstädten – das entspricht knapp 2,2 Millionen Haushalten mit knapp 3,1 Millionen Bewohnern – brauchten mehr als 40 Prozent ihres Einkommens für Mietzahlungen. Knapp 12 Prozent (eine Million) griffen auf mehr als die Hälfte ihres Einkommens zurück. Die mittlere Belastung für alle Mieterhaushalte in Großstädten lag bei 29,8 Prozent. Das zeigt eine von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie der Humboldt-Universität zu Berlin.

Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die Mietbelastung in den Jahren 2006 bis 2018:

Der Studie zufolge sind Mietaufwendungen in den vergangenen Jahren etwas zurückgegangen, weil bei Großstadtbewohnern die Einkommen im Mittel stärker stiegen als die Wohnkosten. Es gibt jedoch soziale Unterschiede. In Haushalten an der Armutsgrenze, die maximal 60 Prozent des mittleren Einkommens aller Großstädter von 2.298 Euro pro Monat zur Verfügung haben, betrug die Mietbelastung 2018 im Schnitt rund 46 Prozent. Haushalte mit einem hohen Einkommen von mehr als 140 Prozent des mittleren Einkommens verwendeten im Schnitt 20 Prozent ihres Einkommens für die Warmmiete.

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