Zu hohe Pensionen und zu niedrige Ziele: Im Vorfeld der Hauptversammlung hatte der Stimmrechtsberater ISS die Vergütung der Allianz-Vorstände kritisiert. Die ISS-Berater empfahlen den Aktionären, bei der Hauptversammlung am 8. Mai gegen das überarbeitete Vergütungssystem für Allianz-Vorstände zu stimmen. Doch die Aktionäre folgten dem Rat nicht. Angesichts des Rekordergebnisses – das Geschäftsvolumen stieg im vergangenen Jahr um 11 Prozent auf rund 180 Milliarden Euro und es wurde ein operativer Gewinn von 16 Milliarden Euro erwirtschaftet – gönnten sie dem Vorstand ihre Bezüge und Pensionen.

Allianz-Chef Oliver Bäte hat 2024 laut ISS 10,23 Millionen Euro verdient. Sein Grundgehalt betrug rund zwei Millionen Euro. Die langfristigen, nicht-aktienbasierten Anreize betrugen 4,85 Millionen Euro, der Barbonus 2,3 Millionen Euro.

Etwas weniger Geld bekamen die Aufsichtsräte der Allianz: Die Gesamtbezüge aller Vertreter der Aktionäre und der Mitarbeiter im Allianz-Aufsichtsrat betrugen laut ISS 2.879.500 Euro. Wie viel jedes Mitglied im Kontrollgremium verdient hat, erfahren Sie in unserer Bildstrecke.