Frau versucht Home-Office und Kinderbetreuung zu vereinbaren Foto: Pexels

Gehälter-Studie von Robert Half

So viel verdienen Finanzexperten 2021

64 Prozent der Personalverantwortlichen rechnen damit, dass trotz der Corona-Krise die Gehälter für bestehende und neue Mitarbeiter stabil bleiben. Das zeigt die Gehälter-Studie 2021 des Personaldienstleisters Robert Half.

Außerdem fragen Mitarbeiter in Krisenzeiten, in denen die Möglichkeit für Gehaltserhöhungen eher begrenzt sind, immer öfter nach attraktiven, maßgeschneiderten Zusatzleistungen. Fast zwei Drittel der befragten Führungskräfte (60 Prozent) haben laut Studie seit Beginn der Pandemie bereits sogenannte Benefits für Arbeitnehmer neu eingeführt.

Die meisten Manager bieten ihren Mitarbeitern zusätzliche bezahlte Urlaubstage bei familiären Notlagen sowie einen Zuschuss zur Home-Office-Austattung an (jeweils 40 Prozent der Nennungen). Auch Programme zur Stressbewältigung wie Yoga oder Meditation sowie Unterstützung zur Kinderbetreuung sind mit 39 beziehungsweise 30 Prozent der Nennungen weit verbreitet. Wellness-Angebote hingegen spielen nur eine untergeordnete Rolle (21 Prozent).

Größere Bandbreite der Gehälter

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Bandbreite der Gehälter vergrößert. Verdienten die Finanzexperten 2020 zwischen 33.000 Euro (Sachbearbeiter Buchhaltung ohne Erfahrung) und 226.000 Euro (sehr erfahrener Finanzchef) jährlich, liegen die Jahresgehälter 2021 für dieselbeln Positionen zwischen 31.250 Euro und 275.000 Euro. Damit starten Berufseinsteiger in Sachbearbeiter-, Assistenten-, Junior- und ähnlichen Positionen mit etwas weniger Geld ins Berufsleben, während einige erfahrene und gefragte Fach- und Führungskräfte wie Treasurer, Leiter Controlling oder Finanzchefs (CFO) etwas mehr Geld als 2020 mit nach Hause nehmen werden. Die genauen Gehälter finden Sie in den Tabellen unten.

In seinen jährlichen Gehaltsberichten teilt der Personaldienstleister die Positionen in Gehaltsklassen (Perzentile) ein. Diese Einteilung berücksichtigt sowohl die Berufserfahrung des Kandidaten und die Komplexität seiner Position, als auch die Nachfrage nach geeignetem Personal in diesem Berufsfeld. Dabei setzen sich die Gehaltsklassen wie folgt zusammen:

  • 25. Perzentil: Mitarbeiter, die neu in ihrer Position sind und Kompetenzen erst erwerben oder erstmals praktisch einsetzen, fallen in das untere Perzentil. Auch bei einem Markt mit großem Bewerberangebot oder für Mitarbeiter in kleinen Unternehmen ist dieser Gehaltsbereich angemessen.
  • 50. Perzentil: Für Kandidaten mit durchschnittlicher Erfahrung gilt dieses Perzentil. Es ist bei durchschnittlich komplexen Positionen anwendbar – und für Bereiche mit mäßigem Wettbewerb um Mitarbeiter
  • 75. Perzentil: Für Bewerber mit überdurchschnittlicher Qualifikation ist ein Einstiegsgehalt im oberen Perzentil-Bereich angemessen. Solche Kandidaten besetzen in der Regel anspruchsvollere Positionen. Auch wenn die gesuchten Qualifikationen nachgefragt sind, empfiehlt sich dieser Gehaltsrahmen.
  • 95. Perzentil: Für Kandidaten, die außergewöhnlich viel Erfahrung und Expertise vorweisen, empfiehlt sich ein Einstiegsgehalt auf diesem Niveau. Sie besetzen meist Positionen mit sehr viel Verantwortung. Für besonders stark nachgefragte Fachkräfte bewegt sich das Gehalt ebenfalls im obersten Perzentil.
Quelle: Robert Half
Quelle: Robert Half

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