Solarfonds-Serie: Sonnenfang mit Schutzfaktor

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Das Unternehmen, das bereits über 80 Photovoltaik-Anlagen realisiert hat, projektiert die Parks, errichtet sie schlüsselfertig und ist für den laufenden Betrieb zuständig. Ende 2030 sollen 228 Prozent der Einlage zurückgeflossen sein. Nach Steuern blieben einem Anleger mit einem Steuersatz von 42 Prozent 186 Prozent.

Italien: Mehr Sonne, mehr Geld

Mehr Geld wartet weit jenseits der Alpen, im südlichen Italien. Starke Sonneneinstrahlung, hohe Vergütungssätze und keine Steuer auf Anlegerebene machen es möglich. Gebremst werden die Renditeaussichten lediglich durch höhere Anlagenpreise. Sowohl Chorus als auch die Hamburgische Energiehandlung hat es nach Italien gezogen. Beide investieren in Apulien und arbeiten mit der a+f GmbH zusammen, ein Unternehmen der im M-Dax notierten Gildemeister-Gruppe. A+f übernimmt die schlüsselfertige Erstellung der Parks sowie den laufenden Betrieb. Unterschied: Der Chorus-Fonds ist ein Quasi-Blindpool, beim Energiehandlung-Fonds sind bereits im Vorfeld alle Investitionen bekannt.
Für das neu gegründete Schwesterunternehmen der Seehandlung ist Sonnenstrom alpha der Premierenfonds. Er enthält fünf Parks mit jeweils knapp einem Megawatt Nennleistung in der Provinz Lecce.

Bei drei Parks wurden die Grundstücke mitgekauft. Die fünf Projekte sind in drei Betreibergesellschaften eingebracht, der Fonds beteiligt sich an diesen erst, wenn die Anlagen laufen. Zwei Parks sind bereits in Betrieb, die anderen sollen im Laufe des Jahres ans Netz gehen. Ob der Fonds auf zehn Parks aufstockt, soll sich im Oktober entscheiden.

Konservative Kalkulation

Die Geschäftsführer der Einzelgesellschaften stellt a+f. Zudem werden die von a+f entwickelten einachsigen Nachführsysteme namens Suncarrier installiert. Thomas Ritter, Geschäftsführer der Energiehandlung: „Die Suncarrier sind weniger störungsanfällig als zweiachsige Systeme und bringen bis zu 35 Prozent mehr Ertrag als fest aufgeständerte Anlagen.“

Eine Besonderheit des Fonds ist die konservative Kalkulation. Von den zwei Ertragsgutachten fließt das niedrigere zu zwei Dritteln ein. „Zudem führt unsere p90-Methode dazu, dass die Wahrscheinlichkeit für ein Erreichen oder Übertreffen der geplanten Stromerträge bei 90 Prozent liegt. Üblich sind Kalkulationen mit 50-prozentiger Wahrscheinlichkeit“, so Ritter.

Außerdem unterstellt der Initiator keinen Anstieg des Marktpreises für Strom. In Italien gibt es neben der festen Einspeisevergütung für 20 Jahre einen Marktpreis, bei dem auch ein Mindestsatz garantiert ist – dieser ändert sich jedoch. Für im Jahr 2010 gestartete Anlagen gibt es 34,6 plus 8,7 Cent.

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