Anette Walker (Gastautorin)Lesedauer: 3 Minuten

Renten-ETFs Anleihen im Huckepack

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ETFs auf Schwellenländeranleihen sind ein weiteres Beispiel für eine Anlageklasse, die früher nur den größten institutionellen Anlegern offenstanden. „Der verbesserte Zugang zu diesen komplexeren und teuren Segmenten des Anleihemarkts hat dazu beigetragen, die Nachfrage nach Renten- ETFs zu steigern“, sagt Pfeifer.

Im Fokus stehen sowohl bei Investoren als auch bei ETF-Anbietern auf das aktuelle Umfeld ausgerichtete Strategien. Entsprechend agieren ETF-Anbieter bei der Weiterentwicklung von Renten-ETFs taktisch und lancieren die Produkte, die derzeit das größte Anlegerinteresse auf sich ziehen. Gab es etwa vor einigen Jahren nur ETFs auf US-Unternehmensanleihen, die den gesamten Markt abdeckten, dominieren heute Produkte, mit denen man sich zielgenau in Abhängigkeit zur spezifischen Marktsituation engagieren kann.

Beispielsweise bietet ein ETF auf einen BBB-Corporate-Bond-Index aktuell ein attraktives Risiko-Rendite-Profil. Mit einem solchen Produkt können Anleger fokussiert auf das Marktsegment mit den höchsten Renditen im Investment-Grade-Bereich setzen. Bei einer Zinswende besteht jedoch das Risiko, dass diese Titel in Mitleidenschaft gezogen werden.

Um die Zinssensitivität zu reduzieren, ist eine niedrige Duration daher das Gebot der Stunde. US-Dollar-denominierte BBB-Unternehmensanleihen mit Laufzeiten von einem bis fünf Jahren können beispielsweise drei Zinsschritte in Höhe von 0,25 Prozent in den nächsten zwölf Monaten abfedern, ohne dass die Rendite negativ beeinflusst wird.

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