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Robeco Dynamiker im Vorteil

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5,5 Prozent liegt der Hochzinsanleihe-Index BofA Merrill Lynch Euro Non-Financial High-Yield Constrained am Ende des dritten Quartals im Plus. Blickt man über den Euro-Tellerrand hinaus, waren sogar noch höhere Gewinne drin, zum Beispiel in den Emerging Markets. Voraussetzung für den Anlageerfolg war in diesem Jahr jedoch eine Währungssicherung. Ansonsten wurde dem im Euroland ansässigen Investoren die Rendite kräftig verhagelt. Schließlich wertete der Euro seit Jahresanfang mehr als 10 Prozent gegenüber dem US-Dollar auf – und fraß somit Gewinne aus US-Dollar-Anlagen meist komplett auf.

Wie es an den Anleihemärkten weitergeht, hängt maßgeblich von der Politik der großen Notenbanken ab. Das hartnäckige Ausbleiben eines Inflationsanstiegs nimmt der US-Notenbank Fed den Druck, die Zinsen rasch anzuheben, und lässt der EZB Zeit, sich in aller Ruhe aus ihrer ultralockeren Geldpolitik zurückzuziehen. Viermal hat die Fed den Leitzins seit Dezember 2015 angehoben. Zuvor verharrte er sieben Jahre an der Nulllinie. Mittlerweile liegt er wieder in der Spanne zwischen 1,00 und 1,25 Prozent.

Im September hat Fed-Chefin Janet Yellen die Märkte auf eine mögliche weitere Zinserhöhung im Dezember vorbereitet. Und sie hat verkündet, dass die Notenbank beginnt, ihre Bilanz zu schrumpfen. In den vergangenen Jahren wurde diese durch Kaufprogramme auf 4,5 Billionen Dollar aufgebläht. Seit Oktober werden auslaufende Anleihen zum Teil nicht mehr ersetzt. Das weitere Vorgehen liegt aber wahrscheinlich sowieso nicht mehr in Yellens Hand. Im Februar läuft ihre Amtszeit aus. Bis Redaktionsschluss hatte sich US-Präsident Donald Trump noch nicht festgelegt, wer künftig den Kurs der Notenbank bestimmt.

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