2,5 Billionen US-Dollar Volumen sammelten Venture-Capital-Fonds im bisherigen Jahresverlauf ein. Das sind umgerechnet rund 2,1 Billionen Euro. Kay Gallus, Co-Leiter Private Equity beim Family Office HQ Trust, wertete Venture-Capital-Exits der vergangenen zehn Jahre aus, gestützt auf Daten des US-amerikanischen Finanzdatenanbieters Pitchbook. Die Analysefirma deckt die globalen Private-Capital-Märkte ab. Dabei erkannte Gallus einen Erfolgsfaktor für Venture-Capital-Anlagen.
Management sagt den Erfolg von Venture-Capital-Exits voraus
„Das Jahr 2026 ist bereits jetzt ein neues Rekordjahr für die Anlageklasse“, sagt Gallus. Space X machte mit 1,7 Billionen US-Dollar, etwa 1,5 Billionen Euro, rund 70 Prozent des bisherigen Volumens im Jahr 2026 aus.
An zweiter Stelle stand X AI, das KI-Unternehmen von Elon Musk, mit einem Volumen von rund 250 Milliarden US-Dollar, etwa 215 Milliarden Euro. „Zum Vergleich: In den vergangenen zehn Jahren lag das globale Exit Volumen im Schnitt bei 518 Milliarden US-Dollar (rund 447 Milliarden Euro)“, ordnet Gallus ein.
Die Rendite ist in Form einer Power-Law-Kurve verteilt. Eine sehr kleine Anzahl von Investitionen – Unternehmen wie auch Fonds – erwirtschaftet den Großteil der Rendite. „Der Rest verliert zum Teil erheblich an Wert“, sagt Gallus. Als „statistisch signifikante Performance-Persistenz“ bezeichnet er den Fakt, dass erfolgreiche Manager auch ihren kommenden Fonds erfolgreich führen werden.
Optimale Haltedauer von Venture-Capital-Anlagen
Die Gewinne durch Venture-Capital-Exits lassen mitunter auf sich warten. Anlegern empfiehlt Gallus deswegen, einen langen Anlagehorizont einzuplanen. „Auf Hochphasen mit Rekordvolumina können auch wieder lange Dürrephasen folgen“, sagt Gallus.
Auch Anthropic und Open AI steuern auf einen Börsengang zu. Laut den US-amerikanischen Medien CNBC und New York Times könnten die KI-Firmen in den kommenden sechs Monaten an die Börse gehen. Gallus zählt beide zu den großkalibrigen Unternehmen, in die viele Venture-Capital-Fonds investiert haben.

