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Efama warnt Bankeinlagen schützen nicht vor Inflation

Das gute alte Sparbuch
Das gute alte Sparbuch: Vermeintlich sichere Spareinlagen bescheren auf lange Sicht einen sicheren Vermögensverlust. | Foto: imago images Joko

Wer heute sein Vermögen auf dem Sparbuch bunkert, sollte sich gut überlegen, ob das die beste Option ist. Denn Geld, das auf Sparbüchern geparkt wird, verliert zunehmend an Kaufkraft. Lagen die Zinssätze in den 2000er-Jahren noch bei über 5 Prozent, so verlangen viele Banken heute schon Negativzinsen auf die Einlagen ihrer Kunden. Das Trügerische: Am Kontostand ändert sich der Wert nicht, die Kaufkraft geht dennoch schleichend verloren – und darin liegt die Gefahr. Davor warnt der European Fund and Asset Management Association (Efama), ein europäischer Verband, der die Interessen der Investmentfonds-Wirtschaft bündelt.

 

In der Tat verlieren Ersparnisse, die in einem Umfeld extrem niedriger Zinsen auf einer Bank liegen, Geld, weil die Inflation den Wert des Geldes Jahr für Jahr aushöhlt. So ist die Kaufkraft der Bankeinlagen von Ende 2016 von 10.321 Milliarden Euro auf 9.515 Milliarden Euro bis Ende 2021 gesunken. Berücksichtigt man die von der Europäischen Kommission im Frühjahr 2022 geschätzte Inflationsrate in der Europäischen Union für dieses Jahr (6,8 Prozent), so wird der Kaufkraftverlust bis zum Ende dieses Jahres 1.412 Milliarden Euro erreichen. Pro Haushalt sind das im Durchschnitt 2.779 Euro, errechnete der Interessenverband.

Kaufkraft von Bankguthaben seit 2016:

Efema Report
Efema Report: Kaufkraft von Bankguthaben seit 2016 © EFEMA

Das Finanzvermögen europäischer Haushalte wäre bis Ende 2022 um 711 Milliarden Euro höher gewesen, wenn Anleger den Anteil von Bankeinlagen Ende des Jahres 2016 auf 25 Prozent reduziert hätten und das Guthaben stattdessen zu gleichen Teilen in Anleihen- und Aktienfonds investiert hätten. Seit Ende 2001 wäre dieser Betrag auf diese Weise trotz der Börsencrashs von 2002 und 2008 auf 1.505 Milliarden Euro angewachsen.

Wertentwicklung von Renten- und Aktienfonds seit 2016:

Efema Report
Efama Report: Wertentwicklung von Aktien- und Rentenfonds seit 2016 © EFAMA

Abschließend empfiehlt die Efama den Mitgliedstaaten der Europäischen Union dieses Problem anzugehen, indem sie besondere Anreize schaffen. Das können Steuervorteile sein, um die Menschen zu ermutigen, einen Teil ihrer Ersparnisse weg von Bankeinlagen in persönliche Rentenprodukte zu übertragen. Um die Menschen möglichst rasch zum Handeln zu bewegen, sollte die Einführung des Steuervorteils zeitlich begrenzt sein.

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