Aktualisiert am 30.01.2020 - 09:28 UhrLesedauer: 2 Minuten

Sparinvest-Fondsmanager Jens Rasmussen: „Es gibt wieder Superknüller“

Jens M. Rasmussen
Jens M. Rasmussen

DAS INVESTMENT.com: Die vergangenen zehn Börsenjahre gelten als verlorene Dekade. Der Sparinvest Global Value hat besonders 2008 sehr stark gelitten. Wie ordnen Sie die Zeit zwischen 1999 und Ende 2009 ein?

Jens M. Rasmussen: Es gibt keinen Zweifel, dass es zwei schwere Krisen gab. Aber ich kann mit dem Ergebnis des Fonds zufrieden sein. Während der MSCI Welt rund 30 Prozent verloren hat, stieg der Fonds seit Zulassung 2001 um 43 Prozent.

DAS INVESTMENT.com: Die Erholung der Märkte nach der Internetblase im Frühjahr 2003 wurde von stabilen und substanziell gesunden Unternehmen angeführt. Das war im vergangenen Jahr anders.

Rasmussen: Die beiden Krisen sind nicht zu vergleichen, und die Folgeerscheinungen sind unterschiedlich. Die Tech- Blase hat nicht das Herz der Finanzwelt getroffen. Die jüngste Krise schon. Es war ein Infarkt und eine Kernschmelze des Kreditmarkts. Was im vergangenen Jahr.folgte, war eine liquiditätsgetriebene Rally, keine fundamentale. Die Welt stand näher am Abgrund, als wir uns heute eingestehen. Als klar wurde, dass der Intensivpatient überlebt, haben Banken ihr Kapital in sinkende Schiffe, also Unternehmen schlechter Qualität gepumpt. Damit haben sie kurzfristig einige Unternehmen gerettet, deren Kurse explodiert sind. Langfristig sind diese Stützungskäufe nicht haltbar, und ich rechne verstärkt mit Insolvenzen. Umso interessanter ist das derzeitige Marktumfeld für Value-Investoren. Auch Banken werden wieder interessant, wenn sie sich wieder aufs langfristige Kerngeschäft konzentrieren. „Back to Basic“ ist das Motto des derzeitigen Marktumfeldes.

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