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Sparinvest: Value-Aktien sagen Wirtschaftsaufschwung voraus

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„Wer frühzeitig erkennen will, ob ein Wirtschaftsaufschwung bevorsteht, muss die Entwicklung von Value-Aktien aufmerksam verfolgen“, fasst Amilon das Untersuchungsergebnis zusammen. Denn Value-Werte erholen sich am schnellsten und deutlichsten, wenn das Ende einer Rezession bevorsteht. Ein weiteres Ergebnis: Am Ende der 80-jährigen Zeitreihe war das Value-Portfolio zehnmal mehr wert als das Growth-Portfolio. >> Grafik vergrößern „Solange man Rezessionen nicht treffsicherer als der Markt vorhersagen kann, sollte man beständig in Value-Werte investiert sein“, empfiehlt der Analyst. Ansonsten könnte einem der größte Gewinn entgehen. Vergleicht man die Entwicklung der US-amerikanischen Value- und Growth-Aktien von Dezember 1926 bis Januar 2009 vor dem Hintergrund der Rezessionen in diesem Zeitraum, dann stellt man fest, dass sich Value-Werte sowohl während der Großen Depression als auch während der Depression von 1937 deutlich schlechter als Growth-Werte entwickelt haben. „Da alle Rezessionen mit der ‚Großen’ verglichen werden, haben Value-Aktien mit einem schweren Erbe zu kämpfen“, sagt Amilon. Die Anleger erwarten nämlich, dass Value-Aktien sich während Rezessionen immer schlechter entwickeln werden als andere Anlageklassen. Dies stimme jedoch nicht, erklärt Amilon. Bei anderen Wirtschaftsabschwüngen besteht meistens kein großer Unterschied zwischen Value- und Growth-Aktien: Beide werden in Mitleidenschaft gezogen (siehe Grafik). Nimmt man die Zahlen jedoch genauer unter die Lupe, dann erkennt man, dass Value-Aktien ihren Growth-Kontrahenten immer noch überlegen sind. Zeichnet sich das Ende einer Rezession ab, ist die Value-Prämie – also der Mehrertrag von Value gegenüber Growth – größer als gewöhnlich.

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