Wer eine Bank sucht, findet sie heute oft nicht mehr in der Innenstadt, sondern in der Hosentasche. Die Sparkassen-App hat nach Angaben der Finanz Informatik nun erstmals die Marke von 20 Millionen regelmäßigen Nutzern geknackt.

Andreas Schelling, Vorsitzender der Geschäftsführung der Finanz Informatik, verkündete den Meilenstein persönlich auf Linkedin: „Zum ersten Mal nutzen 20 Millionen Menschen in Deutschland regelmäßig die App Sparkasse.“ Der IT-Dienstleister des Sparkassen-Verbunds entwickelt und betreibt die Anwendung zusammen mit der Starfinanz und weiteren Partnern.

Die Finanz Informatik reagiert auf den Wettbewerbsdruck mit einem Ausbau der App. Vier Entwicklungsfelder stehen im Vordergrund:

  • Die bereits eingeführte intelligente Suche verarbeitet sowohl Sprach- als auch Texteingaben und ermöglicht den Entwicklern zufolge den direkten Absprung in passende Serviceprozesse. Nach Unternehmensangaben zählte die Funktion im ersten Monat nach Einführung bereits mehr als eine Million Aufrufe.
  • Die neue Themenwelt Immobilie — Immobiliensuche, Finanzierungsübersicht und Wertentwicklung in einer Ansicht — ist bereits bei mehr als 100 Sparkassen verfügbar.
  • Ab dem Sommer soll das S-Neo-Depot starten: Wertpapiere kaufen, verkaufen und Sparpläne verwalten, alles direkt in der App. Dazu kommt ein Kinderdepot, das Eltern die Einrichtung eines Wertpapierdepots für Minderjährige ermöglicht.
  • Für Auslandsüberweisungen integriert die App künftig die Crossmo-Lösung des Anbieters Crossmo: weltweite Zahlungen bis zu einem Gegenwert von 3.000 Euro, mit vollständiger Kostentransparenz direkt in der Anwendung.

Digitaler Wettbewerb verschärft sich

Das Erreichen der 20-Millionen-Marke fällt in eine Phase, in der das Mobile Banking in Deutschland an Dynamik gewinnt. Neobanken wie Revolut dringen mit aggressiven Konditionen in den Markt ein, während klassische Filialbanken ihre digitalen Angebote ausbauen.

Für die Sparkassen, die traditionell auf räumliche Nähe und Beratung setzen, ist die App ein zentrales Instrument, die Kundenschnittstelle zu verteidigen — wie es einer der Kommentatoren auf Linkedin formulierte: „Kundennähe 3.0“.

Schelling formulierte den Anspruch nüchtern: „Für uns sind 20 Millionen Nutzerinnen und Nutzer in der App Sparkasse ein wichtiger Schritt — aber noch lange nicht das Ziel.“