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Sparkassen-Umfrage Deutsche gegenüber Honorarberatung skeptisch

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Vier von fünf Deutschen wünschen sich in Finanzangelegenheiten zwar eine persönliche Beratung. Eine vollständig anbieterunabhängige Beratung, bei der ausschließlich der Kunden die Beraterleistung zahlt, halten die meisten Menschen allerdings für unnötig. Das zumindest besagt eine Umfrage des deutschen Sparkassen- und Giroverbands.

Laut der Umfrage im Rahmen des „Vermögensbarometers 2017“ glauben 84 Prozent der Deutschen, dass sich durch Umstellung auf Honorarberatung die Qualität der Beratung insgesamt nicht verbessern würde. 85 Prozent halten eine Beratung, für die Kunden ein gesondertes Honorar berappen müssen, sogar für sozial ungerecht. Viele Befragte fürchteten, so schließen die Studienautoren, dass das Konzept Honorarberatung Menschen mit geringeren Einkommen und Vermögen insgesamt abschrecken würde.

Wer über höhere Geldvermögen verfügt, hält Honorarberatung tendenziell für sinnvoller. Allerdings ist Honorarberatung auch unter vermögenderen Menschen nicht sonderlich beliebt: Nur 23 Prozent und damit nicht einmal jeder Vierte mit einem Geldvermögen von über 125.000 Euro hält das Honorarmodell der Sparkassen-Umfrage zufolge für sinnvoll. An der vom Meinungsforschungsinstitut durchgeführten Umfrage nahmen 2.884 deutsche Erwachsene teil.

Über das Modell Honorarberatung ist in den zurückliegenden Jahren in der Branche viel diskutiert worden. Seit August 2014 können sich Finanzvermittler nach dem Paragrafen 34h Gewerbeordnung registrieren lassen. 34h-Berater dürfen keine Provisionen annehmen und arbeiten rein auf Honorarbasis. Die Zahl der Honorarberater nach Gewerbeordnung ist seitdem allerdings überschaubar geblieben. Insgesamt 161 Honorar-Finanzanlagenberater gemäß Paragraf 34h GewO gab es Anfang Oktober in ganz Deutschland.

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