Sparkassen-Umfrage Jeder Zweite weiß nicht, was ein Mischfonds ist

Beim Thema Finanzen herrschen in Deutschland große Wissenslücken. Das beweist einmal mehr eine Umfrage des Sparkassenverbands Westfalen-Lippe (SVWL).

Demnach wissen mehr als ein Drittel der hiesigen Verbraucher weder über die Inflationsrate Bescheid, noch können sie das Risiko einer Aktienanlage gegenüber dem von Sparbüchern und festverzinslichen Wertpapiere einordnen. Fast jeder Zweite scheitert zudem an der Beschreibung, was genau ein Mischfonds ist.

Zwischen dem von Verbrauchern selbst verorteten Soll- und dem Ist-Zustand entlarvt die Umfrage große Lücken. Denn die Befragten stufen das Thema Finanzen im Grunde genommen als ähnlich wichtig ein wie alle Fragen, die um die eigene Gesundheit kreisen. Auf einer Skala zwischen 0 und 100 erhalten Gesundheitsbelange einen Prioritätswert von 94 Punkten, persönliche Finanzen kommen auf 90 Punkte.

Beim vorhandenen Wissen sieht es schon ganz anders aus: Vor allem beim Thema Aktienanlage und Investmentsfonds räumen die Befragten große Lücken ein. Auch in puncto Altersvorsorge halten viele Verbraucher ihre Kenntnisse für unzureichend. Dabei halten mehr als zwei von drei Befragten gerade in Sachen Alterssparen eine bessere Aufklärung für erforderlich.

Und wer sollte daran etwas ändern? Wissen über Finanzen und wirtschaftliche Zusammenhänge sollten vor allem die Schulen vermitteln, finden jeweils rund drei von vier Verbrauchern.  

Im Rahmen der Umfrage gaben 1.441 Verbraucher zwischen 16 und 65 Jahren aus dem Geschäftsgebiet des SVWL Auskunft.