Deka-Zentrale in Frankfurt: Das Wertpapierhaus der Sparkassen will enger mit der Helaba zusammenarbeiten.. Foto: Dekabank

Weitreichender Deka-Beschluss

Möglicher Startschuss für Sparkassen-Zentralinstitut

Die Aufnahme der Gespräche steht unter dem Vorbehalt, dass auch die Gremien der Helaba entsprechende Aufträge erteilen werden. Auch wenn bislang nur von einer engeren Zusammenarbeit die Rede ist, kann dieser Beschluss doch den ersten Schritt zu einer Fusion darstellen. 

So hatte sich bereits im Vorfeld Sparkassenpräsident und Deka-Verwaltungsratsvorsitzender Helmut Schleweis für die Schaffung eines Sparkassen-Zentralinstituts ausgesprochen. Der Chef des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) hatte dem „Handelsblatt“ gegenüber erklärt: „Durch eine Fusion von Helaba und Deka würde ein Nukleus für ein Zentralinstitut entstehen. Das Modell ist offen für andere.“ Denn die Bereitschaft und die Möglichkeit, weitere Banken aufzunehmen, seien vorhanden.

Schleweis wirbt seit längerer Zeit für eine Konsolidierung unter den Landesbanken, um in einem Umfeld mit niedrigen Zinsen und einem harten Wettbewerb zwischen den Geldinstituten bestehen zu können. Derzeit gibt es neben Deka und Helaba mit der Bayern LB, der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) und der Nord LB noch drei weitere Großinstitute in der Sparkassen-Finanzgruppe, zu der insgesamt rund 400 Sparkassen gehören.

Eine solche Konsolidierung haben die Volks- und Raiffeisenbanken bereits vorgemacht. Die in Frankfurt ansässige DZ Bank fungiert als deutsche Zentral-Genossenschaftsbank.

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