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Staat steigt bei Citigroup ein

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Die US-Regierung werde Vorzugsaktien im Wert von bis zu 25 Milliarden Euro in Stammaktien umwandeln und ihren Anteil dadurch auf 36 Prozent erhöhen, teilt die Bank mit. Bedingung der Regierung: Auch private Investoren müssen auf dieselbe Art in derselben Höhe die Kapitalbasis mit stärken. Bislang hält die US-Regierung acht Prozent an dem ehemals weltgrößten Geldhaus. Es ist das dritte Rettungspaket für die Bank. Zudem macht die Regierung Druck, dass die Citigroup ihren Verwaltungsrat massiv umgebaut. Die Mehrheit der Mitglieder soll von außen kommen und unabhängig sein. Spekulationen über eine mögliche Ablösung von Konzernchef Vikram Pandit bestätigten sich dagegen zunächst nicht. Außerdem gab Citigroup neue Wertberichtigungen von 9,6 Milliarden Dollar (7,5 Milliarden Euro) bekannt. Damit steigt ihr Jahresverlust rückwirkend auf 27,7 Milliarden Dollar. Allein im vierten Quartal 2008 hat Citigroup über 8 Milliarden Euro verloren. Somit gehört der einstige Branchenriese zu den weltweit größten Verlierern der Finanzkrise. Börsianer reagierten entsetzt auf die Nachrichten: Die Aktie der Citigroup stürzte vorbörslich zeitweise um mehr als 50 Prozent ins Minus und riss dadurch die Märkte weltweit mit nach unten.

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