Staatsanwalt ermittelt

Ex-Banker sollen Tote bestohlen haben

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Jonathan Francis und Dion Allison wurden von der Staatsanwaltschaft in Brooklyn unter anderem der Verschwörung und des schweren Diebstahls angeklagt. Zusammen mit Mitverschwörern hoben sie an Geldautomaten in mehr als 350 Fällen Geld von rund 15 Konten ab, wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht.

Francis und ein dritter Verdächtiger wurden im Dezember zur Anklage vernommen. Eine vierte Person ist noch auf freiem Fuß. Francis und Allison haben sich laut einem Sprecher der Staatsanwaltschaft nicht schuldig bekannt.

Bankberater in Brooklyn


Beide Angeklagten haben laut Staatsanwaltschaft von etwa August 2012 bis Oktober 2013, während sie als Bankberater in einer Filiale von JP Morgan Chase im Viertel Bedford-Stuyvesant in Brooklyn angestellt waren, elektronisch auf inaktive Konten mit hohen Guthaben zugegriffen.

Dabei hatten sie Konten im Visier, auf denen außer regelmäßigen Zahlungseingängen des staatlichen Sozialsystems keine Bewegungen stattfanden, so die Ermittler. Um an das Geld zu kommen, erstellten die Täter demzufolge Bankautomatenkarten für die Konten und hoben damit Geld ab.

Opfer waren Senioren


Einer der Beschuldigten erklärte, er habe die Computer- Zugangscodes anderer Mitarbeiter genutzt, wenn diese nicht an ihrem Platz waren, wie aus einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft hervorgeht. Außerdem habe er gewusst, dass die Kontoinhaber ältere Personen waren.

JP Morgan Chase werde weiterhin eng mit den Behörden und der Sozialversicherung zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass die gestohlenen Gelder den Kunden, ihren Erben oder dem Staat wiedererstattet würden, erklärte Lauren Ryan, eine Sprecherin der Bank.

Leider kein Einzelfall

In diesem Jahr gab es bereits zwei Fälle, in denen ehemalige Angestellte der Bank des Diebstahls angeklagt wurden. Im November räumte Michael Oppenheim, ehemals Broker bei JP Morgan Chase, ein, mehr als 22 Millionen Dollar von den Konten vermögender Kunden gestohlen zu haben.

Im April wurde der ehemalige JP Morgan-Mitarbeiter Peter Persaud festgenommen und des Diebstahls von Kundendaten beschuldigt. Laut der Bundesstaatsanwaltschaft in Brooklyn versuchte er, die Daten für Tausende von Dollar weiterzuverkaufen, geriet dabei jedoch an einen Undercover-Informanten. Das Verfahren läuft noch und Persaud hat sich nicht schuldig bekannt.

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