Der Chart zeigt die Haushaltsüberschüsse in Industrie- und Schwellenländern in den vergangenen 40 Jahren.  | © HQ Trust

Staatshaushalt

So oft erzielte Deutschland seit 1980 einen Überschuss

In Deutschland ist der Haushaltsstreit wieder einmal in vollem Gange: Ist es sinnvoll, an der schwarzen Null festzuhalten? Oder sollte der Staat in den kommenden Jahren besser mehr ausgeben als einnehmen?

Eine Analyse von Marcel Müller, Leiter Portfoliomanagement beim Multi Family Office HQ Trust zeigt, wie schwer es Ländern fällt, einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen.

Die Erzielung von Haushaltsüberschüssen ist den meisten Ländern in den vergangenen 40 Jahren nur sehr selten gelungen.

„Bei den Industrienationen gelang dies Norwegen mit großem Abstand am besten: Das Land nahm in 147 von 160 Quartalen mehr ein als es ausgab. Dahinter liegen die Schweiz, Finnland und Singapur mit knapp 100 Quartalen. Deutschland gelang das Kunststück der positiven Haushaltsbilanz lediglich in 35 von 160 Fällen, Österreich dreimal. Frankreich und Italien hatten in den vergangenen 40 Jahren kein einziges Quartal mit ausgeglichenem Haushalt. Bei den Entwicklungsländern stehen Brasilien, Polen und Indien ganz oben auf der Liste der Schuldenmacher. In Korea und Russland gab es die meisten Haushaltsüberschüsse“, erklärt Müller.

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