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Andreas Enke, Vorstand der Hamburger Geneon Vermögensmanagement. | © Geneon Vermögensmanagement Foto: Geneon Vermögensmanagement

Stabiler Geneon-Fonds

„Unsere Basiserwartung wurde hinfällig“

Ende Februar 2020 sicherte Andreas Enke das Aktienportfolio im Geneon Global Challenges Select (ISIN: DE000A0Q8HL1) komplett ab. Damit brachte der Vorstand der Hamburger Geneon Vermögensmanagement den Fonds im kurzfristigen Vergleich globaler Aktienfonds weit nach vorn. Grund genug für ein paar Fragen.

Warum haben Sie Ende Februar abgesichert? Schlechtes Gefühl oder handfeste Indizien?

Andreas Enke: Bis Anfang Februar erwarteten wir, dass sich unser Aktienportfolio auf Basis stabiler bis steigender Unternehmensgewinne weltweit auch 2020 positiv entwickeln wird.

Die harten und konsequent durchgeführten Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona Krise in China zeigten uns aber frühzeitig, was Europa und dem Rest der Welt bei einer Ausbreitung der Epidemie drohen würde. Die Handlungsempfehlungen des Robert-Koch-Instituts Mitte Februar für den Fall einer Ausbreitung in Deutschland verdeutlichten die wirtschaftlichen Auswirkungen dann anschaulich.

Als die Coronakrise dann in Norditalien eskalierte, war es klar, dass sich eine weltweite Ausbreitung nicht würde verhindern lassen. Unsere Basiserwartung von stabilen bis steigenden Unternehmensgewinnen wurde hinfällig.

Zusammen mit quantitativen Signalen, die wir als Hinweisgeber ebenfalls mit beachten, zeigten alle unsere internen Signale auf Rot.

Machen Sie sowas öfter?

Enke: Seit der Strategieänderung im November 2017 war es das zweite Mal, dass wir die Absicherung aktivierten. Ende Oktober 2018 sicherten wir „nur“ bis zu 80 Prozent des Aktienrisikos ab. Auch damals führten sinkende Gewinnerwartungen der Unternehmen zu heftigen Kursrückgängen. In der Folge konnte der Aktienfonds sein Niveau mit minus 2,99 Prozent ebenfalls in etwa halten, während der Markt heftige Verluste einfuhr.

In welchen Fällen sichern Sie generell ab?

Enke: Wir sind grundsätzlich investiert. Wir sichern aber dann ab, wenn die Wahrscheinlichkeit Kursgewinne zu realisieren geringer wird ist als die Wahrscheinlichkeit von Kursverlusten. Dafür gibt es keine Formel, sondern eine Vielzahl von Markteinschätzungen, gewürzt mit quantitativen Signalen, die es zu gewichten und bewerten gilt.

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