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Stabilität für die Geldanlage – Waldinvestments als nachhaltiger Wachstumsfaktor für die Asset Allocation

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Investmentberater empfehlen mittlerweile einen optimalen Vermögensanteil realer Geldanlagen von bis zu 46% des Gesamtportfolios. Natürlicher Zinseszins, hoher Inflationsschutz und relativ niedrige Volatilität sind bestechende Argumente vor allem für die Assetklasse Wald.

Mit einer hohen historischen Rendite und nur sehr geringer Korrelation zu Aktien und Anleihen stellen Waldinvestments eine attraktive Anlageklasse für langfristig orientierte Anleger dar.

Damit setzen sie auf einen der vielfältigsten Rohstoffe weltweit. Ob als Baustoff, Energieträger oder Möbel- und Papiergrundstoff – die Nachfrage nach Holz steigt nach wie vor. Dem gegenüber steht das ständig knapper werdende Angebot aufgrund von Urbanisierung und Nutzung von Waldflächen für die landwirtschaftliche Produktion. Dies spiegelt sich letztendlich in der Renditeerwartung der Assetklasse wider. Hier punkten Waldinvestments durch ein Plus an Flexibilität: Eine an die Marktverhältnisse angepasste Ernte garantiert eine geringe Volatilität des Investments.

In schwachen Marktphasen wachsen die Baumbestände einfach weiter und steigen im Wert. Eine natürliche Verzinsung ist die Folge und sichert damit eine positive Basisrendite.

Harry Markowitz und der Wald

Um den Nutzen für ein Portfolio zu messen, können zwei so genannte „Efficient Frontier“-Analysen durchgeführt werden. Die Effizienzkurve geht auf die Portfoliotheorie von Nobelpreisträger Harry Markowitz zurück. Auf ihr trug er alle umsetzbaren Portfolios mit optimalem Rendite-Risiko-Profil („effiziente Portfolios“) ab. So entstand die Effizienzkurve.

Die erste Kurve bildet alle effizienten Portfoliodiversifikationen ohne Waldinvestments ab. Die zweite Kurve bezieht Waldinvestments mit ein. Beispielhaft kann hier das durchschnittliche Anlageuniversum eines institutionellen Investors betrachtet werden (Diese Annahme basiert auf der Analyse von 100 führenden Pensionsfonds):

Aktien Welt: max. 75%
Aktien Europa: max. 50%
Anleihen Europa: max. 75%
Immobilien: max. 25%


Bei einem Vergleich der möglichen Portfoliogewichtung mit und ohne Waldinvestments werden deutliche Unterschiede im Rendite-Risiko-Profil des Portfolios sichtbar. Auf der horizontalen Achse zeigt sich der Portfolionutzen aufgrund der verringerten Volatilität bei gleicher Renditeerwartung. Auf der senkrechten Achse wird abermals der Portfolionutzen einer Waldbeteiligung durch eine höhere Renditeerwartung bei gleichbleibender Volatilität deutlich.

Obwohl das systematische Risiko ungefähr 50% unter dem des optimal diversifizierten Marktportfolios liegt, erzielt die Anlageklasse Wald höhere annualisierte Renditen. Hier lässt sich das niedrige systematische Risiko mit dem beständigen Wachstum und der Stabilität einer Sachwertanlage erklären.

Waldinvestments – die bessere Immobilie

Ein relativ geringer Anteil der Rendite resultiert historisch aus der Wertsteigerung des Bodens. Diese sind regional verschieden und werden hauptsächlich durch die Inflationsrate bestimmt.

Ebenso wie klassische Immobilieninvestments bieten Waldinvestments eine hohe Korrelation von Rendite und Inflation. Als Folge der positiven Abhängigkeit zeigt sich die Assetklasse wertstabil und inflationssicher. Ohne Leerstandsquoten oder Zusatzkosten für Sanierungen oder Reparaturen lassen Waldinvestments damit das Trendinvestment Immobilie hinter sich.