Stärkere Kontrolle

FCA will britische Top-Finanzmanager überprüfen

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Die Finanzaufsicht legte ihre Pläne zur Verbesserung der Rechenschaft am Montag in einer Mitteilung vor. Zugleich schlug die FCA auch Richtlinien für die “Vermutung von Verantwortlichkeit” vor. Nach diesen Regeln würde sich der verantwortliche Manager einer Aktivität der Finanzfirma, die gegen die Regeln verstößt, des Fehlverhaltens schuldig machen.

“Letzten Endes sind es Personen innerhalb einer Organisation, die die Entscheidungen treffen”, sagte FCA-Chef Martin Wheatley in einem Interview. Es sei für jedermann frustrierend gewesen, dass Einzelpersonen, insbesondere auf Führungsebene, über geschehene Versäumnisse anscheinend nichts wussten oder nicht dafür verantwortlich waren.

Der Plan der FCA setzt Empfehlungen der britischen Parlamentarier aus dem Jahr 2013 zu Standards und Kultur um, die unter dem Eindruck von Skandalen, darunter der Manipulation von Benchmarkzinsen wie dem Libor, abgegeben worden waren. Die Finanzinstitute müssen dem Plan zufolge den Aufsehern Erklärungen zur Verantwortlichkeit eines jeden leitenden Managers liefern. Dabei ist es die Pflicht der Manager, nachzuweisen, dass sie im Falle eines Fehlverhaltens alle angemessenen Schritte unternommen haben, um dieses zu verhindern.

Die FCA und die Prudential Regulation Authority (PRA) wollen die endgültigen Regeln bis zum Sommer veröffentlichen. In Kraft treten sollen sie bis zum 7. März 2016. Darüber hinaus kündigte die FCA an, zusammen mit der PRA und der Bank von England Beratungen darüber abzuhalten, wie die Vorschriften auf Personen bei den britischen Niederlassungen von Auslandsbanken angewendet werden können.

“Die Struktur der Firmen hat es zu einfach gemacht, den Schwarzen Peter durch ziemlich komplexe Matrix-Strukturen weiterzugeben”, sagte Wheatley. “Es geht darum, die Verantwortlichkeit viel klarer zu definieren.”

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