Internationale Studie Wie die Welt fürs Alter vorsorgt
Der Lebensversicherer Standard Life und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) haben den Start für eine dreijährige Forschungsinitiative gegeben. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie Menschen weltweit fürs Alter vorsorgen. Außerdem geht es um die Rolle von Geschlecht, Kultur, ethnischer Zugehörigkeit und sozioökonomischen Faktoren der Verbraucher für ihr Sparverhalten.
Konkret befasst sich das Team von Forschern der OECD zum einen mit den Herausforderungen beim Aufbau finanzieller Puffer für den Ruhestand. Hierzu suchen sie in den unterschiedlichen Weltregionen nach innovativen Produkten für Altersvorsorge und Garantien. Anschließend bewerten die und Experten für Rentenpolitik die Vor- und Nachteile dieser Lösungswege und die Voraussetzungen, unter denen sie übertragen werden könnten.
Unterschiedliche Bedürfnisse
Zum anderen befasst sich die Initiative mit den Möglichkeiten für Arbeitgeber, die Altersvorsorge ihrer Mitarbeiter zu unterstützen. Hierzu nutzt sie auch eine Studie von Standard Life, für die das Analysehaus Boxclever im Sommer knapp 5.000 Erwachsene in Großbritannien befragte. Die Ergebnisse zeigen, dass ein einheitlicher Ansatz nicht zielführend ist.
Denn nur 57 Prozent der Frauen trauen sich demnach zu, ihre finanziellen Entscheidungen selbst zu treffen. Zum Vergleich: Bei den Männern sind es 70 Prozent. Ähnlich große Unterschiede gebe es auch in den jüngeren Generationen. Die Studie ergab zudem, dass sich nur 19 Prozent der Befragten mit niedrigem Einkommen Gedanken über ihre finanzielle Planung machen.
Innovationen für Vorsorgesparer
„Wir sind der Meinung, dass wir die unterschiedlichen Ansichten und Anliegen der verschiedenen Interessengruppen im Bereich der Altersvorsorge verstehen müssen, wenn wir die wichtigsten Herausforderungen meistern wollen, die die alternde Gesellschaft für die Altersvorsorge bedeutet“, sagt Pablo Antolín. Er leitet bei der OECD das Team für Rentenpolitik und befasst sich mit Fragen rund um Ausgestaltung, Betrieb und Regulierung kapitalmarktgedeckter Pensionssysteme.
„Die gemeinsame Forschungsinitiative wird uns bei unserer Aufgabe helfen, den politischen Entscheidungsträgern weltweit politische Leitlinien an die Hand zu geben“, erwartet Antolín. „Wir wollen Innovationen in Bezug auf die Art und Weise fördern, wie wir den unterschiedlichen Bedürfnissen und Wünschen von Sparenden gerecht werden können“, ergänzt Andy Curran, Vorstandsvorsitzender von Standard Life, zu der neuen Partnerschaft.
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