Star wider Willen: Maschmeyer wehrt sich gegen ARD-Doku

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Früher schien ihm der Medienrummel um seine Person nichts auszumachen. Nun geht Carsten Maschmeyer mit juristischer Hilfe gegen den Sender ARD vor, der eine Dokumentation über den Ex-AWD-Chef und dessen Verbindungen zur Politik ausstrahlen will.

Maschmeyers Anwalt Mathias Prinz hat für seinen Mandanten ein umfangreiches Schreiben an alle ARD-Intendanten geschickt. Der Hamburger Medienanwalt wirft den verantwortlichen Redakteuren vor, gegen die journalistische Sorgfaltspflicht verstoßen zu haben. Maschmeyer habe nicht die Gelegenheit gehabt angemessen zu Wort zu kommen.
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Der NDR erklärt hingegen, Maschmeyer habe sich mehrere Monate lang einem Interview verweigert, bis ihn Reporter Christoph Lütgert schließlich vors Mikrofon bekommen habe.

Die ARD hält an der Ausstrahlung des Films mit dem Titel „Der Drückerkönig und die Politik. Die schillernde Karriere des Carsten Maschmeyer" fest. Es gebe nichts, was einer Ausstrahlung der Dokumentation entgegenstünde, erklärte NDR-Sprecher Martin Gartzke gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Der Sender habe sich juristisch beraten lassen.

Neue Erkenntnisse bietet der Film laut Stephan Wels, Leiter der Abteilung Innenpolitik beim NDR, jedoch nicht. Es handele sich vielmehr um "eine pointierte Zusammenschau" über Maschmeyer und seine Tätigkeit bei AWD.

Der Film soll am Mittwoch um 21.45 Uhr im Ersten gezeigt werden.

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