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Richard Zellmann ist Geschäftsführer von First Private.  | © First Private Investment Management

Bafin gibt grünes Licht Neuer Fonds verspricht Anlegern geringe Schwankungen

Die Fondsgesellschaft First Private Investment Management und der Hedgefonds-Spezialist Resonanz Capital erweitern ihr Angebot für institutionelle Investoren und legen eine neue Alternative-Strategie für Index-Futures auf. Der neue First-Private-Helix-Fonds setzt auf antizyklische Investitionen. Wie die Anbieter des Fonds mitteilen, soll der Fonds mit Hilfe des sogenannten Reversal-Effekts unkorrelierte Renditen erzielen.

Der Reversal-Effekt besagt, dass künftige Aktienkursrenditen über einen längeren Zeitraum negativ mit der vergangenen Kursperformance korreliert sind. Anders ausgedrückt: Aktien, die über eine gewisse Zeit eine geringere Rendite als der Markt aufweisen, erzielen tendenziell in der Folgezeit eine Überrendite und umgekehrt. Dieses Verhalten lässt sich nach Angaben von First Private und Resonanz Capital auch über kurze Zeitabschnitte beobachten.

„Unsere Analysen zeigen, dass der Reversal-Effekt besonders signifikant über internationale Aktien-Indizes hinweg auftritt, während er auf Einzeltitelebene innerhalb eines bestimmten Aktienmarktes, beispielsweise bei US-Aktien, bereits arbitriert wurde“, sagt Vincent Weber, Chef von Resonanz Capital, und ergänzt: „Aus diesem Grund konzentrieren wir uns auf den Aufbau eines breiten Portfolios aus Futures auf globale Aktien-Indizes.“

Die Strategie des neuen First-Private-Helix-Fonds profitiert laut den Plänen ihrer Konstrukteure von Phasen erhöhter Marktschwankungen. Mit ihrem Renditeziel sind die Fondsanbieter nicht zimperlich. Pro Jahr sollen mehr als 10 Prozent Rendite über dem Euribor rausspringen – und das bei einer Schwankungsbreite von unter 10 Prozent. Zum Vergleich: Der Dax kam in den vergangenen zwölf Monaten auf eine Volatilität von 15 Prozent und verbuchte noch dazu Verluste.

Die Finanzaufsicht Bafin hat den neuen Fonds, der am 1. August aufgelegt werden soll, bereits zugelassen. Derzeit sprechen First Private und Resonanz Capital mögliche Investoren an, die dem Vehikel erste Kapitalzusagen mit auf den Weg geben sollen. Obwohl der Fonds noch nicht einmal in den Kinderschuhen steckt, limitieren die Partner schon jetzt die Fondskapazität auf 500 Millionen Euro. Das habe strategische Gründe. Das Portfolio wird voraussichtlich aus 30 Aktien-Index-Futures bestehen.

Anleger müssen mindestens 250.000 Euro mitbringen, wenn sie in den First-Private-Helix-Fonds investieren wollen. Auf der Gebührenseite rufen First Private und Resonanz Capital Verwaltungskosten von 0,75 Prozent per annum auf. Zusätzlich verlangen die Anbieter eine erfolgsabhängige Vergütung von 10 Prozent.

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