Startups vor Großkonzernen

Viele Branchenriesen werden Digitalisierungswelle nicht überleben

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Wollen Großunternehmen auch in Zukunft erfolgreich sein, sollten sie sich von kleinen, agilen Startups ein Scheibchen abschneiden – vor allem in puncto Digitalisierung.

Strukturelle Entwicklungen werden die Gewinnentwicklung von Unternehmen zukünftig noch stärker beeinflussen als die wirtschaftliche Gesamtlage
, prophezeit Frank Schwarz, Fondsmanager beim Asset Manager Main First. Langfristige Investoren sollten daher strukturelle Trends noch vor konjunkturellen Schwankungen beobachten.

Das Tempo von Erfindung zur Umsetzung von Innovationen werde immer schneller: „Das Internet hat sich in nur sechs Jahren durchgesetzt. Und bei Facebook hat es lediglich vier Jahre gedauert, bis ein Viertel der Amerikaner die Technologie genutzt hat“, so Schwarz.

Branchenriesen seien oftmals Innovationsschwach, wichtige Trends gingen an ihnen vorbei.  Daher drohten sie ihre Marktführerposition mittel- bis langfristig zu verlieren. Der globale Mediensektor werde sei derzeit vom Trend zur Digitalisierung erfasst. Automobilhersteller dürften Trends wie Sharing-Konzepte oder alternative Antriebe nicht verpassen. IT-Unternehmen machten durch digitale Anwendungen Handel und Industrie sowie Banken und selbst der Tourismusbranche Konkurrenz.

Die Botschaft des Main-First-Fondsmanagers: Aktien von Großkonzernen, die lange unangefochten die Big Player am Markt waren, könnten in den kommenden Jahren an Wert einbüßen. Gewinner: die Kleinen am Markt, die Trends schnell aufnehmen und umsetzen. Solche Unternehmen verortet Main First derzeit vor allen Dingen an der US-amerikanischen Westküste.  

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