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State Street: Anlegerstimmung sinkt

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Beim weltweiten Anlegervertrauen war gegenüber dem korrigierten März-Stand von 107,4 ein Minus von 7,7 Zählern auf 99,7 zu verzeichnen. Einer der Hauptgründe war die getrübte Stimmung in Nordamerika, wo das Vertrauen institutioneller Anleger von 110,4 Punkten um 6,7 Zähler auf einen Stand von 103,7 zurückging.
Auch in Asien ließ der Optimismus nach: Das Anlegervertrauen sank von seinem Stand von 100,7 um 6,5 Zähler auf 94,2. Die institutionellen Anleger in Europa hingegen boten dem Abwärtstrend die Stirn. Hier fiel das Anlegervertrauen mit 95,9 Punkten 1,2 Zähler besser aus als im Vormonat (94,7).

Der durch State Street Associates, den Research-Bereich von State Street Global Markets, von dem Harvard-Professor Ken Froot und dem State Street Associates-Director Paul O'Connell entwickelte State Street Investor Confidence Index misst das Anlegervertrauen auf quantitativer Basis, indem er das tatsächliche Kauf- und Verkaufsverhalten institutioneller Anleger analysiert.

Der Index basiert auf der Finanztheorie, die Änderungen in der Risikobereitschaft von Anlegern oder deren Bereitschaft, ihre Portfolios in Aktien zu investieren, eine genaue Bedeutung beimisst. Je größer der Anteil am Portfolio ist, den institutionelle Anleger in Aktien anzulegen bereit sind, desto größer ist auch ihre Risikobereitschaft beziehungsweise ihr Vertrauen.



„Diesen Monat wurden die institutionellen Anleger in ihrer Risikofreude etwas gehemmt, weil die Volatilität, nachdem sie im März eine Ruhepause eingelegt hatte, die Märkte nun wieder fester im Griff hat", erklärte Froot. „Das gilt vor allem für die zweite Aprilhälfte. In den letzten sechs Monaten haben die institutionellen Anleger die verbesserten Konjunkturaussichten offensichtlich korrekt vorweggenommen und in ihrer Portfoliozusammenstellung entsprechend berücksichtigt, diesen Monat aber ließen sie bei weiteren Kapitalallokationen mehr Vorsicht walten. Ob diese Zurückhaltung nur von vorübergehender Dauer sein wird oder darauf hindeutet, dass die Grundstimmung des letzten Jahres nun langsam kippt, bleibt abzuwarten."

„Die im letzten Monat getätigten Kapitalallokationen weisen ein Muster auf, das auf einige interessante Entwicklungen schließen lässt. Branchen wie zyklische und nichtzyklische Konsumgüter, die bei institutionellen Anlegern eine Zeit lang in Ungnade gefallen waren, sind in den Portfolios nun wieder stärker vertreten", ergänzte O'Connell. „Ausgeglichen wurden diese Käufe jedoch mit Verkäufen in anderen Sektoren, wie der Gesundheitsbranche und ausgewählten Finanztiteln. Diese Art der Allokation ist typisch für institutionelle Anleger, die davon ausgehen, dass makroökonomische Trends am Gesamtmarkt eingepreist sind."

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