State Street Investor Confidence Index

Vertrauen europäischer Anleger in Finanzmärkte steigt

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Das globale Vertrauen der Anleger an die Finanzmärkte sank im November im Vergleich zum Vormonat. Das zeigt der Investor Confidence Index (ICI) von State Street Global Exchange. 

Der ICI misst das Anlegervertrauen bzw. die Risikobereitschaft der Anleger auf quantitativer Basis, indem er das tatsächliche Kauf- und Verkaufsverhalten institutioneller Anleger analysiert. Der Index definiert Änderungen in der Risikobereitschaft von Anlegern exakt: Je größer der Portfolioanteil von Aktien, desto größer ist die Risikobereitschaft oder das Vertrauen der Anleger. Ein Stand von 100 gilt als neutral. Bei diesem Wert halten sich Aufstockung und Abbau langfristiger Risikopositionen die Waage.

„Nicht auf eine Normalisierung der Geldpolitik in den USA vorbereitet“

Der globale ICI sank gegenüber dem revidierten Wert aus dem Oktober um 7,2 Punkte auf 106,8. Die Vertrauensabnahme basierte auf dem Rückgang in Nordamerika (von 124,8 auf 112,9) und Asien (von 111,0 auf 100,7), erklären die State-Street-Forscher.

Im Gegensatz dazu steig das Anlegervertrauen in Europa: der europäische ICI erhöhte sich im Vergleich zum Oktober um 6,3 Punkte auf 96,5.

"Im November stand die US-Notenbank Federal Reserve erneut im Mittelpunkt, da sich Anleger auf eine mögliche Leitzinserhöhung im Dezember einstellten", erklärt Ken Froot, der zusammen mit Paul O'Connell den Index entwickelt hatte. Die Vertrauensabnahme in Nordamerika habe sich auch auf andere Regionen ausgewirkt. „Dies deutet darauf hin, dass Anleger trotz der Erwartungen einer schrittweisen Anpassung nicht auf eine Normalisierung der Geldpolitik in den USA vorbereitet sind.“

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