Zahnbehandlung. 143.000 Deutsche besitzen keine Krankenversicherung, die beispielsweise solche Kosten abdeckt. Foto: Imago / ITAR-TASS

Statistisches Bundesamt

Immer mehr Deutsche haben keine Krankenversicherung

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Zwischen 2015 und 2019 ist die Anzahl der Deutschen ohne Krankenversicherung von 79.000 auf 143.000 gestiegen. Das geht aus Daten hervor, die das Statistische Bundesamt jüngst veröffentlicht hat und die auf dem Mikrozensus 2019 basieren.  An dieser Umfrage nimmt jährlich rund ein Prozent der Bevölkerung teil, Angaben zur Krankenversicherung werden alle vier Jahre erfasst.

Demnach hatten in den alten Bundesländern zuletzt 117.000 Menschen keine Krankenversicherung,  in Ostdeutschland 26.000. Insgesamt sind in Deutschland 78,94 Millionen Menschen krankenversichert, die allgemeine Krankenversicherungspflicht besteht seit 2009.

Mit 89 Prozent ist der Großteil der Nichtversicherten männlich. Bei Rund 42 Prozent der Nichtversicherten handelt es sich um Erwerbspersonen. Rund jeder zweite von ihnen ist angestellt, etwa jeder dritte selbständig tätig. Mit 21 Prozent am höchsten ist der Anteil der Personen ohne Krankenversicherung in der Gruppe der 20- bis 30-Jährigen.

Wie der „Versicherungsbote“ in einer Meldung dazu mitteilt, wird der 2013 eingeführte Notlagentarif für Privatversicherte nach wie vor weiter auf hohem Niveau genutzt, allerdings habe sich die Zahl der Versicherten im vergangenen Jahr auf 97.100 reduziert. Gegenüber 2017 entspricht dies einem Rückgang um fünf Prozent.

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